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Stralsund Studenten sammeln Geld für Gewächshäuser
Vorpommern Stralsund Studenten sammeln Geld für Gewächshäuser
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00:00 08.01.2016
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Greifswald

Mit verschiedenen Aktionen werben Akteure der Universität derzeit Gelder für die Sanierung der historischen Gewächshäuser ein. Für die Sanierung der seit 2014 für Besucher gesperrten Anlage werden laut Schätzung eines Experten 3,7 Millionen Euro benötigt.

Die Uni als Eigentümer will 350000 Euro geben, der Bund hat 1,4 Millionen Euro zugesagt. In der gerade unterzeichneten Zielvereinbarung von Land und Uni sichert Schwerin zu, den Rest zu bezahlen.

Die Hochschule verpflichtet sich, ihren Anteil über die Einwerbung von Drittmitteln zu steigern. „Dazu sind wir auch moralisch verpflichtet“, sagt der Direktor des Botanischen Gartens, Prof. Martin Schnittler. Er sei aktuell mit zwei Stiftungen im Gespräch. Mitarbeiter, der Förderverein des Botanischen Gartens, Greifswalder Studenten und andere Bürger haben schon fast 30000 Euro „Drittmittel“ in verschiedenen Aktionen gesammelt.

Bei den Veranstaltungen „Tanzen fürs Gewächshäusle“ kamen 10000 Euro zusammen. Am 9. Januar wird nun um 22 Uhr ins „klex“ zum „Regenwälde- Schwoof“ mit der Gruppe „Viva con Agua“

eingeladen. Und am 11. Januar lädt die Studierendenschaft alle Greifswalder um 18 Uhr in die Villa Münterstraße 2 ein. Dort wird eine Internetseite zum Crowdfunding fürs Gewächshaus freigeschaltet. Bei so einer Aktion wird um viele kleine Beiträge gebeten, um ein größereres Projekt zu finanzieren. „Ein spezialisiertes Planungsbüro wird die Sanierung und ein Mitarbeiter des Gartens das Nutzungskonzept vorstellen“, informiert Schnittler. Zur Finanzierung spreche der CDU-Landtagsabgeordnete Egbert Liskow, der sich dafür schon stark engagiert habe. „Ob wir nur funktional oder denkmalgerecht sanieren können, hängt auch vom Erfolg des Crowdfunding ab“, verdeutlicht Schnittler. Mit der Wiederherstellung der historischen Stufengiebel würden die historischen Gewächshäuser ein neues Wahrzeichen Greifswalds. Ein Café in der Villa Münterstraße 2 wäre das Sahnehäubchen. Hier wohnten die Gartendirektoren wie Julius Münter, der zur Bauzeit 1884 bis 1886 amtierte.

Deutschlandweit gibt es nur noch in Frankfurt am Main solche Gewächshäuser aus dem späten 19. Jahrhundert. eob



OZ

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