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Stralsund Sundair stationiert Airbus am Flughafen Rostock-Laage
Vorpommern Stralsund Sundair stationiert Airbus am Flughafen Rostock-Laage
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06:14 09.01.2019
Eine Maschine der Stralsunder Fluggesellschaft Sundair hebt ab. Für Germania werden zwei kürzlich gekaufte Maschinen in grün-weiß umlackiert. Quelle: Sundair
Stralsund/Laage

Hilfe für den brexit-gebeutelten Flughafen Rostock-Laage aus Stralsund: Die Fluggesellschaft Sundair wird eigenen Angaben zufolge eine ihrer vier Airbus-Maschinen fest in Laage stationieren. Von dort aus will die Airline mit Hauptsitz in Stralsund zu 14 Flügen pro Woche aufbrechen. Ziele sollen Palma de Mallorca, Hurghada, Antalya, Heraklion, Kos, Rhodos, Burgas, Wien und Varna sein.

Hintergrund ist ein sogenanntes Wetlease-Geschäft zwischen Sundair und der Fluggesellschaft Germania. Demnach stellt Sundair Germania das Flugzeug und die Crew gegen eine Miete zur Verfügung. Germania kann so übergangsweise Lücken in der eigenen Flotte schließen und die bisherigen Verbindungen weiter fortführen.

Germania hat mehrere Flugzeuge aus der Flotte entfernt

Der Airbus A 320 mit 180 Sitzplätzen ist zwölf Jahre alt und stammt ursprünglich aus der Flotte der pleite gegangenen Fluggesellschaft Air Berlin. Er soll ab April in Rostock im Einsatz sein und wird die für Germania typische grün-weiße Bemalung erhalten.

Als Grund für den Deal nannte Germania bereits vor einigen Monaten die Ausflottung mehrerer alter Boeing 737. Damals standen aber noch nicht die konkreten Ziele fest, die die Sundair-Flieger nun übernehmen werden. Mit der Anmietung der Sundair-Flieger sollen so übergangsweise Lücken in der Flotte geschlossen werden, bis Germania Anfang 2020 die ersten von 25 bestellten Airbus 320 Neo in Empfang nehmen kann. Damit hilft die Stralsunder Airline zugleich, die Auslastung des Flughafens Rostock-Laage wieder zu verbessern.

Flughafen Laage in Brexit-Turbulenzen

Zuletzt war der Flughafen Laage in Turbulenzen geraten, nachdem die britische Airline BMI angekündigt hatte, mehrere innerdeutsche Verbindungen zu streichen. Der Grund dafür sind befürchtete Einschränkungen, die britischen Unternehmen innerhalb der EU durch den Brexit drohen. Die letzte Maschine auf der Verbindung zwischen Rostock und Stuttgart startete bereits am vergangenen Sonntag. Auch die tägliche Verbindung nach München ist in Gefahr.

Doch warum bietet Sundair diese Flüge nicht einfach selbst an? „Wir sind da völlig offen und pragmatisch. In Rostock entwickelt sich das Incoming-Geschäft prima, und besonders die Kreuzfahrten ab Warnemünde laufen super. Wir waren bereits am 8. September erstmals mit einem Flug aus Barcelona in Laage zu Gast“, antwortet Sundair-Geschäftsführer Marcos Rossello. Die Zusammenarbeit mit Germania sei eine ganz normale Kooperation, wie sie in der Luftfahrt oft praktiziert werde. Rossello: „Ob wir unter eigener Flugnummer „SR“ oder jener der Germania „ST“ ab Rostock fliegen, spielt im Alltag keine Rolle, der Fluggast wird in jedem Fall exzellent befördert werden.“

Kauf von chinesischer Leasingfirma

Sundair stellt Germania nach dem gleichen Mietmodell einen zusätzlichen Flieger am Flughafen Berlin Tegel zur Verfügung. Die Stralsunder Airline hatte beide Flugzeuge von einer chinesischen Leasingfirma gekauft, die die Maschinen nach der Insolvenz von Air Berlin wieder zurückgenommen hatte. Der eigene Linienverkehr werde laut Rossello mit zwei weiteren Airbus A 320 fortgesetzt.

Die zwei Ex-Air-Berlin-Flugzeuge, die nun für Germania unterwegs sein sollen, sind im Zuge ihrer vorgeschriebenen Zwölfjahreschecks mit fabrikneuen Triebwerken des Herstellers CFM ausgerüstet worden. Nach Angaben von CFM beträgt der Wert der Triebwerke zusammen rund 45 Millionen US-Dollar. „Wir freuen uns sehr, unsere neuen A320 mit brandneuen CFM-Motoren betreiben zu können“, sagt Rossello, „Und wir sind mehr als überzeugt, dass diese Investition und Zusammenarbeit in der Branche die höchste Effizienz und Zuverlässigkeit bietet. Unser Ziel ist es, diese Flotte so zu betreiben, dass alle Vorteile der CFM56-Motoren optimal genutzt werden hohe Zuverlässigkeit und niedrige Betriebskosten.“ Die neuen Motoren gelten in der Branche als vergleichsweise sparsam.

Benjamin Fischer

Der ehemalige Abteilungsleiter der Stadtverwaltung Stralsund war vom Amtsgericht Stralsund wegen Vorteilsnahme im Amt verurteilt worden.

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