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Stralsund Teufelberger-Debakel: Kritik an Badrow aus eigenen Reihen
Vorpommern Stralsund Teufelberger-Debakel: Kritik an Badrow aus eigenen Reihen
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10:36 19.09.2015
Die Hansestadt saniert den Frankenhafen für 16 Millionen Euro. Ursprünglich sollte danach Teufelberger eine Fabrik auf der Fläche errichten - dich diese Pläne liegen auf Eis.
Die Hansestadt saniert den Frankenhafen für 16 Millionen Euro. Ursprünglich sollte danach Teufelberger eine Fabrik auf der Fläche errichten - dich diese Pläne liegen auf Eis. Quelle: Christian Rödel
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Stralsund

In der Debatte um das Teufelberger-Debakel hat sich OB Alexander Badrow (CDU) jetzt Kritik aus den eigenen Reihen anhören müssen. In der Stralsunder Bürgerschaft am Donnerstagabend stimmten Mitglieder der CDU-Fraktion für einen – in der Wortwahl etwas entschärften – Antrag der SPD, in dem die Sozialdemokraten Badrow auffordern, über die Hintergründe des Rückzugs des österreichischen Seilherstellers aufzuklären. CDU-Fraktionschef Stefan Bauschke sagte: „Ich kann das Informationsbedürfnis der anderen Fraktionen verstehen. Das geht auch mir so.“

Michael Philippen von der Fraktion Bürger für Stralsund, die traditionell der CDU nahesteht, fand noch deutlichere Worte. Obwohl er im Hauptausschuss in der vergangenen Woche nach dem Fortschritt bei der Teufelberger-Investition gefragt habe, sei er auf keinerlei Probleme hingewiesen worden. „Wir haben nur halbe Antworten bekommen. Meine Fraktion und ich fühlen uns verschaukelt“, sagte Philippen.

Die Firma Teufelberger hat in dieser Woche überraschend bekannt gegeben, ihre sicher geglaubte Fabrik im Frankenhafen vorerst doch nicht bauen zu wollen. Das Unternehmen begründete seinen vorläufigen Rückzug mit Problemen bei den vorbereitenden Bauarbeiten der Hansestadt auf dem Areal. OB Badrow hatte in der Bürgerschaft mitgeteilt, dass die Kosten für die Sanierung der mit Schadstoffen verseuchten Fläche von 8,7 auf 16 Millionen Euro steigen – 90 Prozent davon sind Fördergelder. Aus dem Rathaus hieß es, dass dies aber nicht der Grund für den Rückzieher von Teufelberger sei, sondern der sinkende Ölpreis.



Alexander Müller

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