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Stralsund Das vergessen Urlauber in Stralsunder Hotels
Vorpommern Stralsund Das vergessen Urlauber in Stralsunder Hotels
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06:00 14.07.2019
Schöne Post: Rolf-Peter Ahrens hat als Dank für das Nachsenden eines Sommerhutes eine Karte von einem Jungen aus Berlin bekommen. Quelle: Kay Steinke
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Stralsund

Für Concierge Rolf-Peter Ahrens vom Romantik Hotel Scheelehof in der Stralsunder Altstadt war es in dieser Woche ein besonders schöner Moment. Der 50-Jährige bekam einen Dankesgruß per Postkarte – von einem Jungen aus Berlin. „Die Karte ist rührend“, sagt der Stralsunder. „Der Junge hatte einen geflochtenen Sommerhut vergessen. Wir haben ihn hinterher geschickt.“ Die Eltern des Jungen hatten sich beim Scheelehof gemeldet. „Sonst hätten wir es nicht Nachsenden können. Aus Gründen der Diskretion“, erklärt Ahrens.

Auch Eheringe, Autoschlüssel und Babybetten können vergessen werden

In der Hochsaison werden in den Stralsunder Hotels viele Hüte vergessen. Aber auch „Ladekabel, Wäsche, elektrische Zahnbürsten, Akkus, Bücher und Kinderspielzeug. Da gibt es in der Heimat wohl auch Tränchen“, sagt Ute Reichel, Marketingleiterin vom Scheelehof. Die meisten Dinge seien nicht spektakulär, sondern eher Alltagsgegenstände. In den letzten zwei Jahren hätten Gäste aber auch Autoschlüssel, einen Herzfrequenzmesser, eine Jahreskarte für den Rostocker Zoo, ein Glas Muscheln oder ein Babybett vergessen. Auch dieses ist wieder bei den Eigentümern. Die Liste der vergessenen Dinge ist lang. „Auch Schmuck bleibt gelegentlich zurück, angefangen von Plaste bis hin zu teuren Eheringen.“ Diese kommen natürlich nicht weg. Jedes Fundstück wird registriert, in einer Tüte mit Datum und Zimmernummer verpackt und dann in einer Kiste aufbewahrt. „Wenn sich die Gäste melden, können wir es nachvollziehen und nachschicken mit einem netten Brief dazu.“

Gibt es wohl in jedem Hotel: Eine Box mit vergessenen Ladekabeln. Quelle: Kay Steinke

„Wir heben alles auf, auch Handschellen.“

Ähnlich gut organisiert ist das Hotel Hafenresidenz. „Unsere Gäste vergessen gerne Kulturtaschen“, sagt die leitende Hausdame Birgit Knick. Auch beliebt: Ladekabel, elektrische Zahnbürsten und Pyjamas. „Es wurden auch schon abgelaufene Hauspantoffeln vergessen. Für den Gast haben viele Dinge trotzdem einen hohen emotionalen Wert. Da schicken wir auch Pantoffeln gern hinterher.“ Auch Hüte bleiben in der Hafenresidenz zurück. Sowie Schals, Tücher und Hörgeräte. Und selten gibt es auch pikante Funde. „Es wurden auch schon Handschellen vergessen“, sagt Knick. „Mit und ohne Plüsch“, diese seien aber nicht wieder abgeholt worden. „Wir heben alles auf. Mindestens ein halbes Jahr“, sagt Knick. Melden sich die Eigentümer nicht, versucht die Hafenresidenz, mit den vergessenen Dingen etwas Gutes zu tun. So wird Kleidung zum Beispiel gewaschen und dann an Bedürftige gespendet.

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Kay Steinke

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