Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Stralsund Sanierung der Kita „Trebelforscher“ fast geschafft
Vorpommern Stralsund Sanierung der Kita „Trebelforscher“ fast geschafft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:30 13.11.2019
Aktuell bestimmen noch Baufahrzeuge das Bild an der Kita „Trebelforscher“ in Tribsees. Doch ein Ende der Arbeiten ist abzusehen. Quelle: Jörg Mattern
Anzeige
Tribsees

Noch in dieser Woche stehen die letzten Abnahmen etwa für den Lift und den Brandschutz an der sanierten Kindertagesstätte „Trebelforscher“ an. Danach kann der Dreigeschosser wohl endgültig komplett bezogen werden. „So die Abnahmen positiv ausfallen und wir die entsprechenden Papiere dazu in der Hand halten“, schränkt Tribsees’ neu gewählter ehrenamtlicher Bürgermeister Bernhard Zieris (Freie Wählergemeinschaft) etwas ein. Doch wie viele Tribseeser wünscht auch er sich endlich ein positives Ende der langen Bauphase.

Bislang ist nur die Kinderkrippe ins neue Domizil gezogen

Bislang ist lediglich die Krippe der Tagesstätte in das fertige Erdgeschoss der sanierten Kita eingezogen. Die Containerlösung am Verbindungsweg, in der die Jüngsten der Einrichtung seit Beginn der Bauarbeiten im August 2017 übergangsweise untergebracht waren, musste Anfang dieses Jahres abgebaut werden.

Der Kindergarten der Kita, deren Träger der Regionalverband des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) Warnow-Trebeltal ist, sollte eigentlich schon im Februar dieses Jahres ebenfalls in das sanierte Gebäude einziehen. „Für die Kindergartenkinder hatten die Vereine und die Bibliothek der Stadt über den Zeitraum der Bauarbeiten Platz gemacht und ihr Domizil in der alten Tribseeser Mädchenschule zur Verfügung gestellt“, sagt Zieris. Hier sind sie derzeit immer noch untergebracht.

Unwägbarkeiten verzögerten das Baugeschehen

Denn wie der Bürgermeister erklärt, habe sich das Bauvorhaben etwas schwieriger gestaltet, als wir alle ursprünglich angenommen haben. „Wir sind schon etwas verspätet ins Bauen gekommen, weil zunächst nicht alle Gelder für die Zwei-Millionen-Investition geklärt waren“, so der Bürgermeister. 1,9 Millionen Euro davon stammen immerhin aus verschiedenen Fördertöpfen.

Zu den Unwägbarkeiten, die dazu kamen, zählten unter anderem Änderungen der baustatischen Anforderungen ebenso wie ein Schneeeinbruch, der vom Dach aus Feuchtigkeit ins Gebäude einsickern ließ. Letzteres führte dazu, dass die Stadt sich entschloss, auch das Dach überarbeiten zu lassen. „Die alte Stadtvertretung hat dafür noch extra Gelder freigegeben“, sagt Zieris. Und er weiß, dass auch die Bauarbeiter zuletzt unter ungewohnten Bedingungen arbeiten mussten. „Schließlich musste auch die Arbeit ruhen, wenn die Lütten ihre Ruhezeiten hatten.“ Auch das führte zu Zeitverzug.

Diskussionsstoff für die Stadtverteter

Das alles sorgte über die Zeit hin für Diskussionsstoff im Stadtparlament ebenso wie unter den Bürgern. „Doch wir haben immer versucht, das alles offen anzusprechen und die Tribseeser mitzunehmen“, sagt der Bürgermeister. Er verweist darauf, dass sich jetzt, kurz vor Bauende, die Stadtvertretung bei einer Begehung der sanierten Kita darüber informiert hat, was sich alles in den letzten gut zwei Jahren Bauzeit verändert hatte.

Künftig ideale Bedingungen für die jüngsten Tribseeser

Mit der Kita-Sanierung trägt Tribsees vor allem der Tatsache Rechnung, dass mehr Kinder in der Trebelstadt geboren werden. „Wir haben jetzt ideale Bedingungen für die über 200 jüngsten Trebelstädter und sind in der Lage, für jedes Kind, deren Eltern es wünschen, einen Kitaplatz vorzuhalten.“

Angesichts der überwundenen Probleme äußert sich Tribsees’ Stadtoberhaupt nur sehr zurückhaltend zu einem Termin für die offizielle Einweihungsfeier. „Wünschenswert wäre noch in diesem Jahr“, sagt Zieris.

Das Gebäude wurde komplett umgekrempelt

Der Wunsch, die einstige Kita „Vier Jahreszeiten“ in Tribsees zu sanieren, geht bis auf das Jahr 2013 zurück.

Ab 2016lief das zeitintensive Genehmigungsverfahren für das Bauvorhaben. Doch erst im Sommer 2017 konnten die Bauarbeiter loslegen.Bis dahin wurden 2,2 Millionen Euro an Investitionsmitteln aus verschiedenen Töpfen zusammengebracht. 1,9 Millionen Euro davon sind Fördermittel.

In dem zu sanierenden Gebäude wurde nahezu alles umgekrempelt. Bis zu 21 Gewerke legten los. Das Gebäude wurde gründlich entkernt. Fast alles musste raus – Fußböden, Heizung und Sanitäranlagen wurden komplett ausgebaut. Kein Rohr, kein Kabel blieb drin. Türen wurden verbreitert. Ein Fahrstuhl eingebaut. Nur die Fenster, die die Stadt schon einmal hatte erneuern lassen, blieben drin.

Für die Trebelstadt gehört dieses Projekt zu den größten Sanierungsvorhaben der letzten Jahre.

Trägerder integrativen Kita ist der Regionalverband des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) Warnow-Trebeltal

Lesen Sie auch:

Von Jörg Mattern

Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes für die Sparkassse Vorpommern hat sich am Dienstag konstituiert. Die Gremien wurden per Wahl neu besetzt. Im Ergebnis bekleidet Greifswalds Oberbürgermeister Stefan Fassbinder das Spitzenamt des Verbandsvorstehers.

13.11.2019

Baubeginn für 2. Abschnitt ist erst nach Badesaison 2020 möglich, so die Information an die Bürgerschaft.

13.11.2019

Nach einer Welle der Empörung in puncto Ausschankgenehmigung gibt der Stralsunder Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) Entwarnung: Man habe das ausgewertet und wolle künftig mehr Fingerspitzengefühl zeigen. Ämter im Landkreis arbeiten seit Jahren mit einer vereinfachten Antragstellung.

12.11.2019