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Stralsund Überleben in der Corona-Krise: Diese Restaurants und Cafés in Stralsund liefern
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Überleben in der Corona-Krise: Diese Restaurants und Cafés in Stralsund liefern

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15:33 25.03.2020
Ralf Kasten ist der Chef des Geschäfts „Die Suppenmacher“ in der Stralsunder Böttcherstraße. Auch er bietet in Zeiten von Corona Liefer- und Abholservice an. Quelle: Alexander Müller
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Stralsund

Not macht erfinderisch. „Wir versuchen, das Beste aus der Situation zu machen“, sagt Stephanie Walther. Gemeinsam mit ihrem Cousin Sebastian Ermel betreibt die junge Frau das beliebte Café Südwest. Das Beste draus zu machen, bedeutet in diesem Fall, dass auch die beiden in Zeiten der Coronakrise einen Abhol- und Lieferservice anbieten, um sich über Wasser zu halten und vor allem „um in den Köpfen der Leute zu bleiben“, wie es Stephanie Walther ausdrückt.

Burritos, hausgemachte Bagel-Burger oder Salad-Bowls – von Donnerstag bis Sonnabend gibt es die Möglichkeit, sich das Essen direkt im Laden abzuholen oder liefern zu lassen. Auch auf Dessert oder Eis muss niemand verzichten und zum Wochenende macht das Café gemeinsame Sache mit der Cocktailbar „Wasserstoff“.

„Überlebenspaket“ mit Cocktails

„Wir bieten ein Weekend-Survivor-Package und da sind dann auch Cocktails mit dabei“, erklärt Stephanie Walther. Am besten sei es, wenn die Kunden ihre Bestellungen schon einen Tag vorher aufgeben. Gern unter Telefon 03831/2356900 oder per E-Mail info@cafe-suedwest.de.

Sebastian Ermel und Stephanie Walther vom Café Südwest in Stralsund bieten derzeit einen Lieferservice für die Kunden an. Quelle: privat

Stephanie Walther geht es wie vielen anderen Gastronomen: „Wir müssen etwas machen, denn unser Café liegt uns am Herzen. Außerdem können wir den Leuten so zumindest kulinarisch etwas Abwechslung bieten.“

Karte für Website und soziale Netzwerke

Philipp Kleemann und Arne Möhring vom „Wasserstoff“ starten am Freitag zusätzlich mit einem Einzellieferservice. „Wir liefern auf Bestellung die Bestandteile von Cocktails und dann können sich die Leute das zu Hause selbst zusammenmixen“, erklärt Philipp Kleemann. „Eine Karte dafür stellen wir gerade zusammen, das alles wird dann im Internet und den Social-Media-Kanälen zu finden sein.“ Nähere Informationen gibt es dann auf der Homepage www.deinwasserstoff.de

Arne Möhring (l.) und Philipp Kleemann vom „Wasserstoff“ bieten einen Lieferservice für ihre Cocktails an. Quelle: privat

Auch „Suppenmacher“ Ralf Kasten hat sich umgestellt. „Wir haben nach wie vor von 11 bis 15 Uhr geöffnet, aber die Suppen können nur noch mitgenommen werden.“ Bestellt werden kann zwischen 8 und 14 Uhr und geliefert wird nun ebenfalls bis 14 Uhr. „Wir fahren zunächst unser normales Programm weiter, das heißt vier Suppen sind im Angebot. Wir müssen sehen, wie sich das alles entwickelt“, sagt Ralf Kasten. Bestellungen können unter Telefon 03831/46 98 91 aufgegeben werden.

In Anspruch genommen wird auch der Lieferservice des Cafés „Monopol“ in der Mühlenstraße. „Wir haben zwar geöffnet, aber schenken nicht mehr aus“, erklärt Geschäftsführer René Klinger. Montags bis freitags von 12 bis 16 Uhr und sonnabends von 9 bis 12 Uhr kann Kaffee gekauft werden – doch der wird auf Wunsch auch ausgeliefert. Nähere Informationen dazu gibt es unter www.kaffee-monopol.de oder unter Telefon 03831/20 34 554.

Wein und Feinkost ins Haus

Geöffnet hat auch nach wie vor der Weinladen von Mattias Kindler in der Heilgeiststraße. „Allerdings achte ich darauf, dass sich nicht mehr als zwei Kunden im Laden aufhalten und ausgeschenkt wird auch nicht mehr“, erklärt er. Montags bis freitags von 11 bis 18 Uhr und am Sonnabend von 10 bis 14 Uhr kann in dem Geschäft noch eingekauft werden. „Auf Wunsch

Mattias Kindler vom Weinladen bietet nach wie vor einen Lieferservice an. Quelle: privat

liefern wir aus, aber das erst nach der regulären Öffnungszeit.“ Neben Wein kann auch Wurst und Feinkost bestellt werden. Am besten telefonisch unter 03831/70 34 40 oder per E-Mail wein@me.com „Um möglichst wenig Kontakt mit Geld zu haben, schreiben wir auch Rechnungen und dann können die Kunden einfach überweisen“, erklärt Mattias Kindler.

Zwar haben die Wulflamstuben am Alten Markt derzeit geschlossen, aber „unser Grillwerk in der Ossenreyerstraße hat geöffnet. Dort kann das Essen unter Einhaltung der Abstandsregeln mitgenommen werden“, sagt Geschäftsführer Lutz Wendefeuer. Etwas anders ist die Situation am „Torschließerhaus“. „Wir werden ab dem 1. April versuchen, Essen anzubieten, das die Gäste sich dann bei uns abholen können“, sagt Jörg Brandt. Dafür wird gerade eine „kurze Karte“ erarbeitet, die dann auf der Homepage unter www.torschliesserhaus-stralsund.de zu finden ist. „Wir werden sehen, wie dieses Angebot angenommen wird, aber wir müssen es probieren.“

Gibt es noch mehr Restaurants oder Cafés in Stralsund, die diesen Service anbieten? Melden Sie sich gern bei uns.

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Von Miriam Weber

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