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Stralsund Umbau des Stralsund Museums startet im Herbst
Vorpommern Stralsund Umbau des Stralsund Museums startet im Herbst
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17:32 10.07.2019
Der Zugang zum Remterhof soll geöffnet werden und einen großzügigen Eingangsbereich bilden. Er wird frei zugänglich sein. Quelle: Miriam Weber
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Stralsund

Das Stralsund Museum steht vor den größten Umbauarbeiten der vergangenen Jahrzehnte. Sechs Millionen Euro, davon vier Millionen Euro Städtebaufördermittel, werden in den ersten Bauabschnitt investiert, der im September starten soll. Dann werden sich die Türen des stadthistorischen Museums für anderthalb Jahre komplett schließen.

Ein Museum bleibt immer geöffnet

„Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht“, erklärte Oberbürgermeister Alexander Badrow bei einem Rundgang. Aber wegen der Auswirkungen der Bauarbeiten vor allem für das einzigartige Kulturgut, das das Stralsund Museum beherbergt, gehe man nun diesen Weg. Doch das Stadtoberhaupt machte deutlich, das am Standort Katharinenkloster immer ein Museum geöffnet bleiben wird. Denn auch beim Meeresmuseum, das sich in der Klosteranlage befindet, stehen umfangreiche Umbauarbeiten an, für die das Haus geschlossen werden muss. Diese beginnen voraussichtlich im Frühjahr 2021. Dann werde das Stralsund Museum definitiv wieder öffnen.

Kerstin Jagusch von der Stadterneuerungsgesellschaft (SES) erklärte einige der anstehenden Maßnahmen: Im Zentrum stehe Barrierefreiheit und das Sanieren mittelalterliche Räume im Kloster. So werden unter anderem die Wand- und Deckenmalereien im Remter überarbeitet. Der Remter soll künftig nur noch temporär für Veranstaltungen genutzt werden, damit er als beeindruckender Raum besser erlebbar ist. Dort seien auch raumklimatische Veränderungen notwendig, wie Onno Folkerts vom verantwortlichen Planungsbüro Angelis und Partner erklärt. „Wir werden Bodenkanal- oder Sockelheizungen einsetzen, die gleichzeitig die Wandbereiche temperieren“, sagt Thomas Engelbrecht vom gleichnamigen Stralsunder Ingenieurbüro. Außerdem werde eine neue Belüftungsanlage für die Veranstaltungen installiert, „die jedoch für die Besucher nicht sichtbar sein wird“, wie Engelbrecht erklärt.

Im Stralsund Museum beginnen im September Umbauarbeiten. Das Haus bleibt dann für anderthalb Jahre geschlossen.

Den Remter neu entdecken

Während sich im Remter also einiges tun wird, soll auch der Remterhof gestaltet werden. „Aber da werden wir sehr zurückhaltend agieren, denn so wie er jetzt ist, wirkt er von ganz allein“, sagt Museumsdirektorin Maren Heun. Lediglich eine Überdachung soll für einen großzügigen Eingangsbereich sorgen. Es ist vorgesehen, dass der Remterhof frei zugänglich ist. „Um den Leuten die Chance zu geben, sich einen ersten Eindruck zu verschaffen und sich dann im Idealfall zu entschließen, dem Museum einen Besuch abzustatten“, schaut Maren Heun voraus. Dafür wird Boden gesenkt, Fenster werden ausgebaut und Bögen geöffnet. Denn das ist das Ziel Maren Heuns: „Die Besucher werden ins Zentrum allen Arbeitens gestellt.“ Dazu zählt für sie auch, dass es nach Abschluss der Umbauarbeiten in der einstigen Ernst-Moritz-Arndt-Schule eine komplette Etage für die Museumspädagogik geben wird. „Oder sagen wir besser für die Bildungsarbeit, denn es geht uns nicht nur um das Vermitteln von Wissen an Kinder, sondern auch an Erwachsene.“

Die Schätze der Hansestadt im Fokus

Sie schaut noch ein Stück weiter in die Zukunft und erklärt, dass man auch bei den Schwerpunkten der Ausstellungen nach den Interessen der Besucher gehen werde. Unter anderem sei vorgesehen, die Slawen- und Wikingerzeit, die Pracht der Hanse oder auch die Alltagsgeschichten in der Hansestadt noch mehr in den Fokus zu rücken. „Wir haben so unglaubliche Schätze in unserem Haus. Dazu zählt die größte Sammlung wertvoller Textilien, von denen die ältesten 1500 Jahre alt ist.“ Doch das ist noch Zukunftsmusik.

Für Planer Onno Folkerts ist es wichtig, „sich bei so einem Gebäude zurückzuhalten, es soll als Kloster erlebbar bleiben.“ Dazu zählt übrigens auch, dass man den „Nachbarn“, das Meeresmuseum“, mit ins Boot holt. Schließlich sei es eine Klosteranlage, in der sich zwei Museen befinden. Wo es möglich ist, werden gläserne Sichtverbindungen zum Meeresmuseum geschaffen, um einen kleinen Einblick dorthin zu geben.

Miriam Weber

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