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Stralsund Umstrittenes Wohngebiet soll größer werden
Vorpommern Stralsund Umstrittenes Wohngebiet soll größer werden
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06:10 14.07.2015
Das umstrittene Wohngebiet in Stralsund grenzt im Westen an die Hochschulallee, im Süden an das Studentendorf Holzhausen und im Osten an den Sund. Quelle: Bürgerinitiative Hochschulallee
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Stralsund

Das umstrittene Wohngebiet nördlich des Studentendorfes Holzhausen soll offenbar deutlich größer werden als geplant. Anstelle der vorgesehenen Fläche von 4,4 Hektar will die Stadtverwaltung nun 6,8 Hektar für den Bau von Einfamilienhäusern bereitstellen. Diese Zahl taucht im aktuellen Amtsblatt der Hansestadt auf, in dem die Öffentlichkeit über neue Bebauungspläne informiert wird. Pikant ist, dass das Bauamt damit gegen einen Bürgerschaftsbeschluss aus dem Jahr 2013 verstoßen würde. Darin ist von einer lediglich 4,4 Hektar großen Fläche die Rede.

Jürgen Suhr, Fraktionschef der Grünen in der Bürgerschaft, befürchtet, dass die neuen Pläne weit über das bekannte Teilstück hinausgehen. „OB und konservative Mehrheit planen eine Bebauung, die nördlich Holzhausen beginnt und in Parow enden wird. Das deutet sich schon lange an. Die städtische Liegenschaftsentwicklungsgesellschaft hat längst die erforderlichen Grundstücke erworben. Je größer die Fläche, umso größer der Profit für den städtischen Haushalt.“

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Stadtsprecher Peter Koslik wollte am Montag auf mehrfache OZ-Anfrage keine Erklärung dazu abgeben. Er verwies auf die Einwohnerversammlung, die am Dienstag um 18 Uhr im Löwenschen Saal des Rathauses stattfindet.



Alexander Müller