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Stralsund Vogelgrippe: Kleintierhalter drängen auf Ende der Stallpflicht
Vorpommern Stralsund Vogelgrippe: Kleintierhalter drängen auf Ende der Stallpflicht
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06:48 10.12.2014
Ausgangssperre: Seit sechs Wochen muss das gesamte geflügel im Stall bleiben. Am Wochenende könnte das Verbot gelockert werden.
Ausgangssperre: Seit sechs Wochen muss das gesamte geflügel im Stall bleiben. Am Wochenende könnte das Verbot gelockert werden. Quelle: Carsten Rehder/dpa
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Stralsund

Die Kleintierhalter werden langsam ungeduldig. Auch im Kreis Vorpommern-Rügen fragen sich viele Hobby-Bauern: Wann dürfen die Hühner endlich wieder aus dem Stall raus an die frische Luft? Sie verstehen die Übervorsicht des Landes nach einem einzigen Vogelgrippe-Fall nicht.

Landwirtschaftsminsiter Till Backhaus (SPD) verteidigt die Ausgangssperre für Geflügel. Es sei doch besser, jetzt die Tiere einzusperren, statt nach einer weiteren Ansteckungswelle durch Wildtiere dann alles schlachten zu müssen.

„Wir haben das 2006 doch erlebt, deshalb sind wir jetzt so streng. Ich habe selbst 15 Hühner und musste jetzt eine Voliere bauen. Ja, und ich weiß auch, dass die Hühner jetzt keine Eier legen. Aber da müssen wir nun zu unser aller Sicherheit durch“, so der Landesminister.

Er betonte, dass man zwischen dem 12. und 15. Dezember noch einmal alles genau prüfen wolle. „Gibt es dann keine weitere Ansteckung, können wir vielleicht außerhalb der Risikogebiete die Stallpflicht etwas lockern. Ich sage aber auch: Das gilt aber nicht für die hochsensiblen Gebiete von Boddenküste und Seenlandschaft.“

Backhaus dankte am Rande eines Besuches in Krummenhagen südlich von Stralsund den Kleintierhaltern für Geduld und Verständnis. Außerdem lobte er das schnelle und kompetente Handeln des Veterinäramtes im Kreis Vorpommern-Rügen.



Ines Sommer