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Stralsund Vorpommern: Parteien suchen neue Gesichter
Vorpommern Stralsund Vorpommern: Parteien suchen neue Gesichter
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14:09 04.01.2019
Für die Kreistagswahlen kann jede Partei bis zu 100 Kandidaten aufstellen. Mitte März endet die gesetzliche Frist für die Bewerber. Quelle: Ralf Hirschberger/dpa
Stralsund

Die Uhr tickt für Parteien und Wählerbündnisse. In den nächsten Wochen müssen in der Region hunderte Kandidaten gesucht, gefunden, nominiert und gemeldet werden. Ein Verfahren zwischen politischer Leidenschaft, Wahlkampf und dröger Bürokratie. Ende Mai werden im gesamten Bundesland neue Kreistage, Stadt- und Gemeindevertretungen gewählt. Auch die ehrenamtlichen Bürgermeisterposten werden dann neu vergeben. Der Behauptung, es werde immer schwieriger Kandidaten zu finden, widerspricht Matthias Schmeißer, Geschäftsführer der Linken im Kreis Vorpommern-Rügen. „Natürlich könnten es immer mehr sein, die sich melden. Aber gerade bei den jungen Leuten gibt es so einige, die sich engagieren wollen“, sagt er.

Noch bis zum Ende des Monats können sich Interessenten melden, die für die Linken kandidieren wollen –ein Parteibuch ist dabei keine Voraussetzung. „Natürlich wollen wir aber nur Menschen aufstellen, die mit ihren politischen Ideen auch zu uns passen“, so Schmeiser.

Bei der SPD ist die Suche schon beendet

Bei anderen Parteien sind die Bewerberlisten dagegen schon geschlossen. „Bis zum Jahresende lief die Frist bei uns. Wir werden uns in den nächsten Tagen einen Überblick verschaffen, wie viele Kandidaten sich für welche Gremien gemeldet haben“, erklärt Sonja Steffen von der Stralsunder SPD. Ihre Partei hatte in den vergangenen Monaten verstärkt um Nicht-Mitglieder geworben – im Netz, aber auch mit Flyer-Aktionen. Ob das gefruchtet hat, wird sich erst in den nächsten Wochen zeigen. „Wir wollen natürlich nicht, dass zum Beispiel Rechtsextreme die Listen unterwandern“, erläutert Steffen. Das letzte Wort haben am Ende die Parteitage Mitte Januar.

Die Christdemokraten in der Region wollen sogar schon an diesem Wochenende ihre Liste für die Stralsunder Bürgerschaft beschließen. Eine Woche später wird in Grimmen über die Bewerber für den Kreistag entschieden. Dann soll auch ein Wahlprogramm beschlossen werden. In den zehn Wahlbereichen des Landkreises können jeweils bis zu zehn Kandidaten aufgestellt werden. „Ich gehe davon aus, dass wir dafür auch genügend Bewerber haben werden“, so CDU-Kreisgeschäftsführer Dirk Ewert.

Grüne geben sich bescheiden

Besonders viel Zeit mit der Entscheidung lassen sich die Grünen. Erst Ende Februar sollen die Listen beschlossen werden. Die Partei kann in diesem Jahr auf zusätzliche Bewerber hoffen. „Die Zahl der Parteimitglieder hat sich in den vergangenen Jahren fast verdoppelt. Das ist auch ein gutes Zeichen für die Kandidatensuche“, so der Kreisvorsitzende der Grünen, Jürgen Suhr. Auch wenn die Grünen im Bundestrend derzeit ungeahnte Umfragehöhen erklimmen, warnt Suhr vor zu viel Euphorie: „Mit diesen bundesweiten Umfragen sollten wir sehr vorsichtig umgehen.“

Keinen klaren Fahrplan hat bislang die AfD in der Region. „In der kommenden Woche werden wir uns zusammensetzen und die Abläufe besprechen“, so der Kreisvorsitzende Michael Meister. Die Suche nach Kandidaten laufe, ansonsten aber bitte er um Verständnis: „Der neue Vorstand wurde erst vor ein paar Wochen gewählt. Ein paar Dinge müssen sich noch einspielen.“

Carsten Schönebeck

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