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Stralsund Vorpommern-Rügen eröffnet Willkommens-Amt
Vorpommern Stralsund Vorpommern-Rügen eröffnet Willkommens-Amt
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10:40 15.07.2018
Christian Bülow und Pauline Zürn arbeiten im Welcome-Center des Landkreises Vorpommern-Rügen. Quelle: Benjamin Fischer
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Stralsund

Offizieller Startschuss für das neu eingerichtete Welcome-Center des Landkreises Vorpommern-Rügen: Gestern haben 13 Kooperationspartner eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichnet, ihre Kompetenzen künftig in die Arbeit des Welcome-Centers einfließen zu lassen. Zu den Partnern der Einrichtung zählen damit große Unternehmen wie die MV-Werften und die Sparkasse Vorpommern, verschiedene Unternehmensverbände, die Hochschule Stralsund und weitere Akteure. 

Das Welcome-Center in Stralsund ist das vierte in Mecklenburg-Vorpommern. Ähnliche Anlaufstellen gibt es bereits in Greifswald, Rostock und Wismar. In Stralsund ist die Schaffung des Centers von der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern besonders unterstützt worden. 

Die Partner sollen nun dafür sorgen, dass in dem Welcome-Center spezielles Regionalwissen angehäuft werden kann, um den Menschen, die nach Vorpommern ziehen oder hierher zurückkehren wollen, rasch helfen zu können. Wie diese Hilfe aussieht, konnte der Leiter des Welcome-Centers, Christian Bülow, bereits an einem Beispiel aus dem Leben schildern, obwohl die Einrichtung erst gestern gemeinsam mit den Kooperationspartnern eröffnet worden ist. Eine Frau, die früher in Stralsund gelebt habe und nun zurückkehren wolle, habe um Rat gefragt, weil sie selbst bei der Suche nach einer Wohnung, in der neben den Kindern zugleich Platz für ihre pflegebedürftige Mutter ist, erfolglos gewesen sei. „Wir konnten helfen.“ 

Für den scheidenden Landrat Ralf Drescher (CDU) bedeutete die Eröffnung des Welcome-Centers im Landratsamt zugleich einen weiteren Haken in der Bilanz seiner Abschiedsprojekte. Noch offen sind nun der Verkauf von Block V der einst von den Nationalsozialisten als „Seebad der 20000“ konzipierten Anlage in Prora und die Inbetriebnahme des ersten Abschnitts des neuen Glasfasernetzes, mit dem Internetgeschwindigkeiten von mehr als einem Gigabit pro Sekunde möglich sind. Bereits abgeschlossen ist die Haushaltskonsolidierung, sodass die Kreisverwaltung wieder freier wirtschaften kann und nicht mehr unter dem Spardiktat der Landesregierung steht. 

Stralsunds Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) sieht sich mit der Ansiedlung eines Welcome-Centers in seinem politischen Ziel bestärkt, während der kommenden Jahre 10000 neue Einwohner in die Hansestadt zu locken. Badrow: „In den nächsten zehn Jahren werden wir eine Region der Gewinner sein.“ Angesichts des digitalen Wandels müssten die Menschen nicht mehr zwingend an ihrem großstädtischen Arbeitsort leben, wo sie sich oft mit einer überteuerten Wohnung mit Ausblick auf einen Parkplatz zufriedengeben müssten. „Diese Menschen werden sich dazu entschließen, in Zukunft in Strandnähe zu wohnen“, prophezeite der OB in einer wie üblich recht unterhaltsam formulierten Rede. Zudem forderte er mehr Stolz auf das, was die Region bisher geschafft habe. „Wir hatten hier Zeiten mit Arbeitslosenquoten von 26 Prozent, verdammte Axt.“

Benjamin Fischer

Rund ein Fünftel der für das Festland des Landkreises Vorpommern-Rügen vorgesehenen Glasfaserkabel soll als Oberleitung und nicht in der Erde verlegt werden. Beim Ausbautempo der neuen Breitbandinfrastruktur liegt der Kreis in MV weit vorn.

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