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Stralsund Bürgermeister in Steinhagen und Groß Kordshagen steigen aus
Vorpommern Stralsund Bürgermeister in Steinhagen und Groß Kordshagen steigen aus
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12:45 23.03.2019
Fast 200 Kandidaten wollen im Amtsbereich Niepars in die acht Gemeindevertretungen. Quelle: dpa
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Niepars

Wenig Interesse für die Kommunalwahl? Davon kann in Niepars keine Rede sein. Zur Bekanntgabe der Wahlvorschläge für alle Gemeinden des Amtsbereiches war der Saal voll. Unterstützer, Vertrauenspersonen, Kandidaten oder einfach nur Neugierige verfolgten gespannt, wer sich wo in den Wahlkampf stürzt. 38 Wahlvorschläge wurden für acht Gemeinden abgegeben: 24 Listen für die Gemeindevertretung und 17 Vorschläge fürs Bürgermeisteramt. Dahinter stehen insgesamt 194 Kandidaten.

„Wir haben in diesem Jahr alle Unterlagen komplett, es gibt keine Formfehler, alles ist vollständig“, sagt Gemeindewahlleiter Peter Forchhammer. Kleine Nachfragen habe es gegeben. Zudem hätten mehr Interessierte ihre Wahlunterlagen abgegeben als in den Vorjahren.

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„Das Interesse ist also groß, ganz anders als vor der Wahl kritisiert wurde, jedenfalls in unserem Amt“, freut sich Forchhammer, der auch Verwaltungschef ist. „Und ich bin froh, dass alle, die Wahlunterlagen geholt haben, diese auch wieder abgegeben haben. Und auch das ist eine gute Nachricht: Wir haben Kandidaten von CDU, SPD, der Linken, von verschiedenen Wählergemeinschaften und Einzelbewerber.“

Die Reihenfolge der Parteien auf dem Wahlzettel wird durch die Ergebnisse der letzten Wahlen festgelegt, beginnend mit dem, der das beste Ergebnis erreicht hatte. Bei den Wählergemeinschaften und Einzelkandidaten geht es nach alphabetischer Reihenfolge.

Neu bei der Kommunalwahl 2019: Die Gemeindevertretung Niepars wird größer, hat künftig 17 Sitze, denn nach der beschlossenen Fusion mit Kummerow und Neu Bartelshagen wird hier eine gemeinsame Abgeordnetenrunde gewählt. Steht dort die Gemeindevertretung gibt es in beiden Ortsteilen, nämlich Kummerow und Neu Bartelshagen, noch einmal eine Abstimmung: Dann wird der Ortsteil-Bürgermeister gewählt, oder wie es in der Kommunalverfassung heißt: Ortsvorsteher.

Betrachtet man die einzelnen Gemeinden, gibt es doch ein paar Überraschungen. So tritt der langjährige Bürgermeister aus Steinhagen, Dietmar Eifler, nicht mehr zur Wahl an. Der CDU-Mann will sich künftig ganz seiner Tätigkeit als Landtagsabgeordneter widmen. Dafür geht Hansjörn Butkereit ins Rennen. Der Bürgerrat hat Professor Ludwig Wetenkamp nominiert.

Einen neuen Bürgermeister wird es auch in Groß Kordshagen geben, denn Jörg Zimmermann wirft seinen Hut nicht mehr in den Ring. Dafür wollen Volkert Thomsen (CDU) und Feuerwehr-Chef Siegfried Krüger (Einzelbewerber) auf den Chefsessel. Letzterer kandidiert nur fürs Bürgermeisteramt.

Gleich drei Kandidaten für den Posten des Gemeindeoberhaupts gehen in Niepars ins Rennen: Amtsinhaberin Bärbel Schilling von der Wählergemeinschaft Niepars, Werner Müller für die CDU und Andreas Friemel, Einzelbewerber aus Neu Bartelshagen.

Auf eine Ein-Mann-Show läuft die Bürgermeisterwahl in Pantelitz hinaus, hier steht nur Amtsinhaber Fred Schulz-Weingarten auf dem Wahlzettel, und zwar aufgestellt von der Wählergemeinschaft „Gemeinsam für Pantelitz“. Auch in Jakobsdorf könnte alles beim Alten bleiben, wenn die Einwohner ihre jetzige CDU-Bürgermeisterin Iris Basinski wiederwählen, die übrigens schon signalisiert hat, dass sie im Falle einer Wiederwahl nicht mehr für den Posten der Amtsvorsteherin zur Verfügung steht. Ebenfalls wiedergewählt werden möchte der Lüssower Bürgermeister Thomas Kamphues (CDU).

In Wendorf stehen zwei Kandidaten für den Bürgermeisterstuhl zur Wahl: Das jetzige Gemeindeoberhaupt Heinz-Werner Jennek (Bürger für Wendorf) und der Einzelbewerber Detlef Schütt. Ebenfalls zwei Bewerber für den Gemeinde-Chefposten stehen sich ind er Gemeinde Zarrendorf gegenüber: Christian Röver von der Freien Wählergemeinschaft Zarrendorf fordert Amtsinhaberin Ulrike Graap heraus. Und die geht aufs Ganze: Entweder Bürgermeisterstuhl oder gar nichts, denn sie kandidiert nicht für die Gemeindevertretung.

194 Kandidaten wollen ins Gemeindeparlament

55 Männer und Frauen kandidieren für die Gemeindevertretung Steinhagen, das ist Rekord im Amtsbereich Niepars. CDU, SPD, Freie Wählergemeinschaft und Unabhängiger Bürgerrat schicken ihre Bewerber ins Rennen. Auf Platz 2 folgt Niepars mit 44 Wahlvorschlägen. Hier stellen CDU, Linke und SPD ebenso Kandidaten wie die Wählergemeinschaft.

Den kleinsten Wahlzettel hat die Gemeinde Jakobsdorf mit neun Vorschlägen von CDU, SPD und Einzelbewerber. Wendorf schickt 13 Männer und Frauen ins Rennen, und zwar aus „Bürger für Wendorf“ und zwei Einzelbewerber. In Pantelitz möchten 14 Leute in die Gemeindevertretung. Sie kandidieren für die WG „Gemeinsam für Pantelitz“ und für die CDU. In Zarrendorf stehen 17 Namen auf der Wahlliste. CDU, Linke und Freie Wählergemeinschaft Zarrendorf gaben ihre Vorschläge ab. Hinzu kommt ein Einzelbewerber.

Ganz beachtlich ist das Interesse an Kommunalarbeit in der Gemeinde Groß Kordshagen. Hier stehen 24 Namen zum Ankreuzen auf dem Zettel, und zwar für die Lokale Wählergemeinschaft, für die Wählergemeinschaft Groß Kordshagen/Flemendorf und für die CDU. Lüssow geht mit 21 Bewerbern ins Rennen, diese stehen auf zwei Listen: CDU und Wählergemeinschaft „Bürger für Bürger“.

Fürs Bürgermeisteramt kandidieren insgesamt 14 Männer und Frauen in acht Kommunen des Amtes Niepars.

Ines Sommer

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