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Stralsund Weg mit dem Plastik – Stralsunds nächster Öko-Vorstoß
Vorpommern Stralsund Weg mit dem Plastik – Stralsunds nächster Öko-Vorstoß
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06:05 27.02.2019
Ton statt Plaste: Was Bürgerschaftspräsident Peter Paul (l.), sein Stellvertreter Thomas Schulz und Andrea Hermann aus dem Kulturbüro hier bei den Wallensteintagen nutzen, könnte bald der Standard auf Stralsunder Festen werden. Quelle: Alexander Müller
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Stralsund

Volksfeste und andere Veranstaltungen in Stralsund locken jedes Jahr zehntausende Besucher. Zurück bleibt am Ende auch ein Berg von Abfall. Pappteller, Plastikmesser, Thermobecher – dem will die Stadtpolitik ein Ende setzen. Die Satzung für Wochen und Jahrmärkte stammt noch aus dem Jahr 1998 und soll nun dahingehend überarbeitet werden, dass weniger Einweggeschirr und -besteck ausgegeben wird. Das hat der städtische Ausschuss für Bau und Umwelt vergangene Woche vereinbart.

Demnach sollen für Geschirr, Besteck und Verpackungen nur noch Mehrwegsysteme oder vollständig abbaubare Produkte genutzt werden. „Produkte außerhalb des Mehrwegsystems sollen mit einem Pfand belegt werden“, heißt es in dem Beschlusstext, der aus der Feder der Grünen-Fraktion stammt. 200 bis 300 Sondernutzungen würden jedes Jahr angemeldet, hieß es von seiten der Stadt. Laut Stephan Bogusch von der Abteilung für Straßen und Stadtgrün wäre am Ende aber nur ein Teil davon betroffen. „Sondernutzungen können auch Ausnahmeregelungen für das Parken sein“, erklärte er.

Auf die Forderung der Politiker gab es aus dem Rathaus ein gemischtes Echo. Natürlich könne Stralsund mit einer Vorreiterrolle auch auf einen Image-Gewinn hoffen, der auch den Veranstaltungen nützt, so Jeannine Wolle, Leiterin des Bereichs Kultur und Öffentlichkeitsarbeit in der Stadtverwaltung. Allerdings könne man nicht davon ausgehen, dass sich zum Beispiel die Betreiber von Imbiss-Buden auf den Festen ganz freiwillig an neue Regeln halten. „Man bräuchte permanente Kontrollen und eine Ahndung bei Verstößen. Das ist mit Blick auf die personelle Situation nicht zu leisten“, gab sie zu bedenken. Derzeit seien maximal stichprobenartige Kontrollgänge auf den Veranstaltungen üblich.

Wolle skizzierte auch Möglichkeiten für ein sanfteres Vorgehen bei dem Thema. So prüfe man derzeit die Anschaffung eines Spülwagens gemeinsam mit dem Landkreis, der dann für Veranstaltungen zur Verfügung stehen könnte. Denkbar sei dafür auch eine Unterstützung aus dem Vorpommern-Fonds der Landesregierung. „Wir sollten nicht nur Auflagen formulieren, sondern auch Angebote machen“, betonte sie. Geplant sei auch eine Informationskampagne für kompostierbaren Alternativen zu Plastikgeschirr.

Die Bemühungen der Stadtverwaltung wollte man im Ausschuss aber nicht als Alternative zu einer bindenden Satzung akzeptieren. „Schön, dass ringsum so viel gemacht wird. Aber wir müssen jetzt bei dem Thema loslegen. dann haben wir den vorteil einer Vorreiterrolle. Warten wir zu lange, kommen in ein paar Jahren möglicherweise Vorschriften der EU“, betonte Thomas Haack (BfS). Er regte allerdings an, Ausnahmeregelungen zu prüfen, für Veranstaltungen die „eher privater Natur ohne kommerzielle Absichten sind.“

Bei den Schaustellern jedenfalls treffen die Bestrebungen, die es in ähnlicher Form auch schon in Rostock gibt, auf offene Ohren. „Unsere Märkte werden total öko – und das finden wir gut. Natürlich gehen wir da mit“, sagt Marlies Urbigkeit, Vorsitzende des Schaustellerverbandes im Land. Ja, das Öko-Geschirr mache die Waren ein wenig teurer. „Aber wir sind ein moderner Verband. Wir wollen kein Plastik mehr, wenn wir die Bilder von Abfall im Meer sehen.“ Wie schnell ein entsprechender Entwurf für eine neue Satzung steht und wann die Bürgerschaft darüber entscheiden könnte, ist noch offen.

Carsten Schönebeck

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