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Stralsund Nordic kauft Volkswerft
Vorpommern Stralsund Nordic kauft Volkswerft
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07:09 23.04.2014
Die Volkswerft Stralsund ist nun in der Hand von Nordic Yards. Quelle: Dpa
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Die zermürbende Hängepartie ist zu Ende: 20 Monate nach der Pleite der P+S-Wefrten hat die Volkswerft Stralsund einen neuen Besitzer. Die Nordic Yards mit Sitz in Wismar und Warnemünde werden zum 1. Juni den Schiffbaubetrieb am Strelasund übernehmen. Das beschloss heute Vormittag die rot-schwarze Landesregierung in einer Kabinettssitzung unter Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD). Das Land Mecklenburg-Vorpommern ist der größte Gläubiger der Volkswerft.

Nordics russischer Besitzer Witalij Jussufow zahlt laut Sellering einen Kaufpreis von fünf Millionen Euro. Weitere 1,5 Millionen Euro sind an Auflagen geknüpft, zu denen der Regierungschef keine Angaben machte. Zudem verpflichtet sich Nordic, bis zum Jahresende 250 Mitarbeiter einzustellen. Am 1. Juni startet das Unternehmen in Stralsund mit zunächst 50 Ingenieuren sowie weiteren 20 Beschäftigten. Bis Ende 2017 will Nordic die Zahl der Mitarbeiter auf insgesamt 500 erhöhen. Wie Sellering erklärte, habe sich Jussufow vertraglich dazu verpflichtet, den Kauf der Volkswerft nicht durch abgezogenes Kapital aus den anderen beiden Betrieben zu finanzieren, kein Personal aus Wismar und Warnemünde abzuziehen sowie insgesamt 15 Millionen Euro in den Standort Stralsund zu investieren.

Der Ministerpräsident sagte, Nordic werde sich in Stralsund nur noch zu gut einem Drittel auf den klassischen Schiffbau konzentrieren. Die restlichen zwei Drittel sollen mit Aufträgen aus dem Offshore-Bereich ausgelastet werden. Das Land unterstützt die Übernahme im Bereich Schiffbau mit einem Bürgschaftsvolumen von höchstens 400 Millionen Euro. Für weitere bis zu 100 Millionen Euro bürgt der Bund.

Laut Sellering herrscht mit Stralsunds Bürgermeister Alexander Badrow (CDU) Einigkeit darüber, einen Teil der Volkswerft-Fläche, die Franzenshöhe, durch Abtretungen von Land, Stadt und Nordic zu einem maritimen Gewerbepark auszubauen, um weitere Ansiedlungen zu ermöglichen. Das Interesse des Kranbauers Liebherr wäre dagegen mit einem zu langen zeitlichen Horizont sowie zu hohen Anfangsinvestitionen verbunden gewesen. Liebherr hatte Interesse daran bekundet, sich in einem vom Land ausgewiesenen Gewerbepark in Stralsund anzusiedeln. Dafür hätten Land und Bund allerdings eine mindesten 100 Millionen Euro teure Ausbaggerung der Fahrrinne vor Stralsund ermöglichen müssen.



Jörg Köpke

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