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Südvorpommern Falsche Polizisten greifen Afghanen in Torgelow an – und verletzen ihn schwer
Vorpommern Südvorpommern Falsche Polizisten greifen Afghanen in Torgelow an – und verletzen ihn schwer
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15:09 13.09.2019
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Eine politische Motivation kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Quelle: Carsten Rehder/dpa
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Torgelow

Ein Afghane ist am Freitagmorgen in Torgelow von zwei falschen Polizisten angegriffen und schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei befand sich der 66-Jährige gegen 4.30 Uhr im Bereich der Mahler- und Franz-Schubert-Straße, als er von zwei unbekannten männlichen Personen angesprochen wurden. Diese hätten sich als Polizisten ausgegeben.

Wie die Beamten mitteilten, wollte sich der Geschädigte weiter begeben, als einer der beiden Männer ihm plötzlich mit einem scharfen Gegenstand in den Rücken gestochen hat. Vermutlich durch ein Messer erlitt der Afghane eine Schnittverletzung.

66-Jähriger schaffte es noch nach Hause

Nach Angaben der Polizei entfernten sich die Unbekannten und der 66-Jährige konnte sich noch nach Hause begeben. Seine Familie informierte die Polizei und Rettungkräfte. Der Mann wurde in ein Krankenhaus verbracht und dort aufgenommen.

Aufgrund von Sprachbarrieren konnten bisher noch keine Personenbeschreibungen oder andere Details in Erfahrung gebracht werden. Der Kriminaldauerdienst befand sich im Einsatz und sicherte Spuren. Wie die Beamten weiter mitteilten, wird der 66-Jährige noch heute unter Zuhilfenahme eines Dolmetschers befragt.

Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Eine politische Motivation kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Ob ein Zusammenhang zum tätlichen Angriff am 1. September auf zwei Asylbewerber besteht, wird derzeit geprüft.

Mögliche Zeugen werden gebeten, sich an die Einsatzleitstelle Neubrandenburg unter 0395/55 82 22 24, die Internetwache der Landespolizei MV unter www.polizei.mvnet.de oder aber jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

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