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Usedom 12. Koserower Heringsfest: Was sich aus Hering alles machen lässt
Vorpommern Usedom 12. Koserower Heringsfest: Was sich aus Hering alles machen lässt
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18:37 14.04.2019
„Hering satt“ war das Motto des 12. Heringsfestes am Samstag auf dem Koserower Seebrückenvorplatz. Das traditionelle „Hering puken“ gehörte dazu. Quelle: Tilo Wallrodt
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Koserow

„So einen schönen Geburtstag habe ich ja noch nie gehabt“, sagt Conny Stier, die am Sonnabend ihr 64. Wiegenfest feierte. Und das beging die Urlauberin aus Berlin mit Ehemann Uwe in Koserow mit vielen köstlichen Gerichten rund um den Hering und zünftiger maritimer Musik zum Mitschunkeln. Seemannslieder mit den „Mönchguter Fischköpp“ von Rügen und dem Shantychor der Insel Usedom sowie historische Trachtentänze aus der Region mit „De Lieper Winkelschen Danzlüh“ erfreuten die zuhauf erschienenen Gäste.

Conny und Uwe Stier machen auf Usedom Urlaub. Das Koserower Heringsfest war das schönste Geburtstagsgeschenk für die Frau. Quelle: Cornelia Meerkatz

Zwar blies der Wind recht kräftig und nur mit dicker Jacke, Mütze und Handschuhen war man bei drei Grad Außentemperatur richtig ausgestattet, aber der Freude am 12. Koserower Heringsfest tat das keinen Abbruch – zumal neben Fischgerichten auch Glühwein im Angebot war.

Hering puken mit der Kurdirektorin

„Hering satt“ war das Motto am Sonnabend auf dem Koserower Seebrückenvorplatz. Gastronomen aus dem Ostseebad präsentierten an den einzelnen Ständen verschiedene Heringsgerichte, die von den Gästen probiert werden konnten. Bevor ordentlich reingehauen wurde, war Fingerfertigkeit gefragt.

Denn das bunte Treiben begann um 11 Uhr mit dem traditionellen „Hering puken“. Kurdirektorin Nadine Riethdorf und die Gäste holten fangfrischen Hering aus den Fischernetzen. Und natürlich hatten sich in den Netzen nur die prächtigsten Heringe verfangen – silbern und schwer glänzten die fetten Heringe in der Frühlingssonne.

Richtig anfassen wollten die Heringe aber dann doch nur wenige Gäste, der Rest zückte lieber Kamera und Handy, um der Nachwelt vom Heringsjahrgang 2019 zu berichten.

„Hering satt“ hieß es am Samstag auf dem Koserower Seebrückenvorplatz beim großen Heringsfest. Kurdirektorin Nadine Riethdorf half beim Hering puken. Quelle: Tilo Wallrodt

Nur noch zwei Fischerfamilien

Trotz des fröhlichen Festes nutzte die Kurdirektorin die Chance, die vielen anwesenden Urlauber auf die Existenznot der Usedomer Fischer aufmerksam zu machen, denn durch die von der EU festgelegte Fangquote werden es von Jahr zu Jahr weniger Fischer, die sich diesem Beruf noch verschreiben. „In Koserow gibt es von ehemals Dutzenden Fischern nur noch zwei Familien, die diesem Broterwerb nachgehen“, erläuterte sie und mancher Gast blickte nachdenklich auf die frischen Heringe.

Die vielen Facetten des Herings

Wie vielfältig sich das „Silber des Meeres“ zubereiten und kreativ veredeln lässt, zeigten die Koserower Gastronomen: Vertreten waren Käptn Brass, Hotel Nautic, Hotel Hanse Kogge, Waldschloss Parow sowie Kiek Över. Sie servierten Fischsuppe, Heringssalat, Hering gebraten, Fischboulette und vieles mehr.

„Der Gast hat so die Möglichkeit, die verschiedenen Facetten des Herings kennenzulernen“, warb die Kurdirektorin. Sabine Kubea, Inhaberin des „Kiek Över“ beispielsweise brachte 250 Portionen unter die Gäste. „Wir haben 100 Heringe gebraten und 80 Fischbouletten mitgebracht. Wer Appetit auf Fischsuppe oder Fischbrötchen hat, ist bei uns auch richtig“, so die Chefin.

Sabine Kubea vom "Kiek Över" gehörte zu den Koserower Gastronomen, die Heringsspezialitäten anboten. Quelle: Cornelia Meerkatz

Zum kulinarischen Vormittags gehörte die Siegerehrung für den Herings-Wanderpokal, den eine Jury des Hotelverbandes ausgewählt hatte. In diesen Jahr heißt der Sieger Igor Gellert vom zur Seetel-Grppe gehörenden Hotel Esplanade. Er überzeugte mit einer Kombination verschiedener Heringsvarianten in Reispapier und verschiedenen Texturen wie Erdnusscreme. Der Pokal selbst ist noch nicht ganz fertig, wird aber noch vor Ostern überreicht.

Egal, ob Fischboulette, Fischsuppe oder Hering mariniert – beim 12. Koserower Heringsfest auf dem Seebrückenvorplatz hatten die vielen Gäste eine große Auswahl an Gerichten aus dem „Silber des Meeres“.

Cornelia Meerkatz

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