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Usedom Jubiläum: 25. Trabant-Treffen auf dem Flugplatz
Vorpommern Usedom Jubiläum: 25. Trabant-Treffen auf dem Flugplatz
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22:52 30.05.2019
Patrick Müller aus Rostock reiste mit einem Trabant 600 K an. Das Auto ist Baujahr 1965. Quelle: Cornelia Meerkatz
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Anklam

Trabigeknatter, dazu der spezielle Duft des Zweitaktgemischs und hochglanzpolierte Pappen wo Besuchern der Mund offen bleibt: Das 25. Trabitreffen in Anklam auf dem Flugplatz lässt nicht die Herzen von Fans alter IFA-Mobile höher schlagen. Das Treffen ist ein Volksfest –auch 2019 wieder. „Wir sind sehr stolz, dass auch in diesem Jahr wieder so viele Fans den Weg zu uns nach Anklam gefunden haben“, sagt Ilka-Jenny Kuhlmann, Sprecherin des Trabbi Buggy Clubs Anklam, der das Treffen wieder ausrichtet. Über 800 Fahrzeuge werden an diesem Wochenende zum Jubiläumsttreffen in Anklam erwartet. Sie kommen nicht nur aus ganz Deutschland, auch aus Polen, Ungarn, Dänemark und Italien sind Fans vor Ort.

Impressionen vom 25. Trabi-Treffen in Anklam. Auch das frühere Puhdys-Mitglied Peter Meyer war dabei. Quelle: Ronny Heim

Mit seinem Trabant 600 K, Baujahr 1965, ist Patrick Müller angereist. Die Pappe sieht edel aus. „Es ist sozusagen ein Erbstück, gehörte meinem Onkel und war das erste Auto, mit dem ich gefahren bin. Dann stand es zehn Jahre in der Scheune. Nun habe ich es wieder flott gemacht“, berichtet der 38-Jährige. Jetzt sei es für ihn ein Schönwetter-Auto geworden und das Anklamer Treffen eine Pflichtveranstaltung.

25. Trabant-Treffen in Anklam

Freitag: 10 Uhr – Start zum Beschleunigungsrennen in zehn Kategorien, 15 Uhr – Sexy-Carwash an der Außenbühne, 16 Uhr – Showfinalrennen der 16 Besten im K.O.-System, 17 Uhr – Wer schafft die höchste db-Zahl mit seinem Trabant?, 21 Uhr – Ostblockparty im beheizten Festzelt.

Sonnabend: ab 10 Uhr – Fahrzeugbewertung in den Bewertungsbuchten durch eine Fachjury in sieben Kategorien, 15 Uhr Start der gemeinsamen Ausfahrt in den Altkreis Anklam, 19 Uhr – Siegerehrung der Fahrzeugbewertung und Vergabe von 80 Pokalen, 21 Uhr – Live-Konzert der Gruppe Right Now bis etwa gegen 1 Uhr, dazwischen um 21.30 Uhr – Riesenhöhenfeuerwerk.

Hunderte Stunden ihrer Freizeit haben auch Toni Wünsch aus Chemnitz (Karl-Marx-Stadt) sowie Daniel Liefländer (36) und Franz Schneider (29) aus Rostock an ihren Trabis gebastelt, geschraubt, lackiert. Die drei jungen Männer kommen seit elf Jahren zu den Trabi-Treffen. In diesem Jahr haben sie sich fürs Jubiläum extra in Schale geworfen – mit schmucken Präsent 70-Anzügen, Krawatten der Marke Juwel und Erich-Honecker-Hüten. „Ich bin hier extra mit großem Gepäck angereist, habe für jeden Tag einen neuen Anzug samt Hemd mit, dazu passend Krawatten und Schuhe. Auch der Schlafanzug ist noch ein echtes DDR-Markenprodukt“, erzählt Tino Wünsch, während er seine Garderobe vorführt. Der 29-Jährige findet wie seine Freunde, dass das Trabi-Treffen perfekt organisiert sei. In den Lobgesang stimmen auch Torsten Lewandowski (34) aus Dersekow und sein Freund Christoph Jochens (33) aus Greifswald mit ein. In diesem Jahr präsentieren sie eine echte Rarität – ein SR 1, Baujahr 1957. „Ich habe das Teil aus Cottbus geholt, das war ein einziger Rostklumpen“, schildert Lewandowski. Unzählige Stunden habe er damit verbracht, daraus wieder ein funktionstüchtiges Moped mit Originalteilen zu machen. „Jetzt ist es ein Hingucker geworden“, sagt er und knattert davon.

War ein echter Hingucker: Der SR 1, Baujahr 1957, von Christoph Lewandowski aus Dersekow. Quelle: Cornelia Meerkatz

Neben den Fachsimpeleien und Bewertungen der Fahrzeuge gibt es auch jede Menge Spaß, versichert Ilka-Jenny Kuhlmann. So gehören zum Programm Bierdosenstapeln, Trabiziehen auf Zeit, eine Ausfahrt durch den Altkreis Anklam und natürlich das besonders bei Männern beliebte Sexy-Carwash. „Wir sind hier wie eine große Familie. Ganz viele Teilnehmer sind mit ihren Fahrzeugen schon am Mittwoch angereist“, weiß Kuhlmann. Andrea Klein (33) aus dem Salzlandkreis nickt zustimmend. Die junge Mutter ist mit ihrem drei Monate alten Sohn Moritz vor Ort, hat sich zum Jubiläum extra einen DDR-Kinderwagen besorgt. „Unser Kleiner wird mit dem typischen Trabant-Sound groß“, meint sie lachend. Astrid Haselau, die aus Demmin stammt und jetzt in Bremen lebt, bietet mit dem Gatten Trabi-Ersatzteile an. „Hier muss man einfach dabei sein“, meint die 43-Jährige.

Wenn auch Sie Lust auf Trabis und IFA-Fahrzeuge aller Art haben, dann auf nach Anklam. Bis Sonntagabend dreht sich auf dem Flugplatzgelände alles um die geliebte Pappe.

Tolle Rennpappen und echte Typen – so schön ist das 25. Trabant-Treffen in Anklam

Cornelia Meerkatz

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