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Usedom 500-Millionen-Euro-Deal: Greifswalder Firma Cheplapharm investiert in Medikamente
Vorpommern Usedom 500-Millionen-Euro-Deal: Greifswalder Firma Cheplapharm investiert in Medikamente
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17:00 06.12.2019
Stolzer Geschäftsführer Sebastian Braun: Die Greifswalder Cheplapharm Arzneimittel GmbH bietet inzwischen in 120 Ländern weltweit Medikamente an. Quelle: Peter Binder
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Greifswald

Mit einer Nachricht, die aufhorchen lässt, wartet die Greifswalder Cheplapharm Arzneimittel GmbH zum Jahresende auf: Das mittelständische Unternehmen tätigt nach 2016 erneut die größte privatwirtschaftliche Investition in MV mit 500 Millionen Euro. Außerdem werden 100 neue hoch qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen. Die Investitionen des in Familienbesitz befindlichen Unternehmens übertreffen damit deutlich die der MV Werften.

Cheplapharm hat die millionenschwere Investition für den Kauf des weltweit bekannten Präparates „Losec“, das primär gegen Sodbrennen verordnet und zur Behandlung von Geschwüren des Magens und Zwölffingerdarms eingesetzt wird, und für zwei weitere attraktive Produktpakete des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca genutzt. Der Konzern trennt sich von den „kleineren“ Medikamenten, weil er sich wieder auf sein Hauptgeschäft konzentrieren will.

Cheplapharm Greifswald besitzt jetzt die Verkaufs- und Lizenzrechte an Losec. Das Medikament wird weltweit gegen Sodbrennen eingesetzt. Quelle: AstraZeneca

Dabei handelt es sich um die Verkaufs- und Lizenzrechte an seinen Medikamenten Seroquel und Seroquel XR in Europa und Russland für 239 Millionen US-Dollar. Cheplapharm zahlt zunächst 178 Millionen Dollar. Weitere bis zu 61 Millionen Dollar werden abhängig von zukünftigem Absatz fällig, teilt das britische Pharmaunternehmen mit. Die Medikamente mit antidepressiven Eigenschaften werden nach Aussage der Briten für einen Übergangszeitraum für Cheplapharm zunächst hergestellt und geliefert. Für Losec werden 243 Millionen Euro fällig. Die Greifswalder übernehmen die Rechte mit Ausnahme von China, Japan, den Vereinigten Staaten und Mexiko.

Firma will zum Global Player werden

Cheplapharm-Chef Sebastian Braun zeigt sich sehr erfreut von den aktuellen Entwicklungen: „Viel besser hätte das Jahr 2019 bisher nicht laufen können. Aufgrund der zahlreichen Investitionsmöglichkeiten ist es uns erneut möglich, 100 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Sie werden benötigt in der Qualitätskontrolle, der Überwachung von Nebenwirkungen der Medikamente und anderen Spezialgebieten“, erläutert er.

Die Rieseninvestition und auch die neuen Mitarbeiter seien für das Unternehmen unbedingte Voraussetzung, „um unseren Plan, ein Global Player in der Pharmabranche zu werden, mittelfristig umzusetzen. Der einzige Wermutstropfen ist die Tatsache, dass unser Neubau in Greifswald, der zum Jahresende bezogen werden wird, schon wieder zu klein ist“, fügt er gut gelaunt hinzu. Doch die Pläne für einen Erweiterungsbau lägen bereits fertig in der Schublade. Der Wachstumskurs der Pharmafirma geht damit unverändert weiter.

Keine Fördermittel verwendet

Das Besondere daran: Die Investitionen werden wieder ohne jegliche Fördermittel oder öffentliche Bürgschaften aufgebracht, die Mittel zur Finanzierung kommen laut Braun vom Kapitalmarkt. Bereits 2016 hatte Cheplapharm 340 Millionen Euro auf einen Schlag investiert. Mit der neuerlichen halben Milliarde für neue Produkte werden für dieses Jahr neue Rekordumsätze und vor allem Rekorderträge erreicht.

Die Greifswalder Cheplapharm Arzneimittel GmbH vertreibt mittlerweile Marken- und Nischenprodukte in über 120 Ländern weltweit, wobei sie sich auf ausgewählte Wirkstoffe und Indikationen spezialisiert hat. Die Greifswalder gehören seit Jahren zu den wachstumsstärksten Pharmaunternehmen Europas: Für dieses Jahr wurde ein Jahresumsatz von 500 Millionen Euro prognostiziert. „Dieses Ziel werden wir auf jeden Fall erreichen“, wie Firmenchef Sebastian Braun sagte.

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Von Cornelia Meerkatz

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