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Usedom Festumzug krönt 700-Jahr-Feier
Vorpommern Usedom Festumzug krönt 700-Jahr-Feier
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17:11 31.08.2019
Der Festumzug am Samstag war der Höhepunkt der 700-Jahr-Feier in Hohendorf. Quelle: Henrik Nitzsche
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Hohendorf

Da hat sich ein ganzes Dorf herausgeputzt: Bunte Luftballons an den Zäunen von Grundstücken, Girlanden und Fähnchen sorgen für ein buntes Straßenbild. Hohendorf ist 700 Jahre alt und beschenkt sich zum runden Geburtstag mit zwei aufregenden Tagen. Nachdem Auftakt am Freitag in der Kirche und Pfarrscheune gibt es am Samstag den Höhepunkt der Feierlichkeiten – den historischen Festumzug. Rund 300 Mitwirkende bringen viel Geschichte auf die Straße. Schule, Sport, Gewerbe, sie alle bekommen ihren Platz.

Bauern aus allen Epochen sind dabei, aus Hohendorf und den angrenzenden Dörfern wie Pritzier, Schalense und Zarnitz. „Heute hat man wieder den Zusammenhalt in unserem Dorf gespürt. Beeindruckend waren für mich auch die vielen Schaulustigen an den Straßen. Im Vorfeld haben unsere Einwohner viele Ideen eingebracht“, sagt Ortsvorsteher Hans-Jörg Knuth. Er führte den Festumzug im Fahrzeug an. Seit April war eine Arbeitsgruppe in dem Ortsteil der Stadt Wolgast mit der Vorbereitung des Festwochenendes beschäftigt.

Schwester Agnes auf der Schwalbe

Große Vorfreude hatte auch Anja Haase, die schließlich dafür online noch einkaufen war und im schicken Krankenschwesterlook auf einer blauen Schwalbe daherkam. Die 40-Jährige erinnerte an die zu DDR-Zeiten legendäre Gemeindeschwester Agnes. Anja Haase ist gelernte Arzthelferin, die in Hohendorf bei Frau Dr. Kasper ausgebildet wurde. Sie kam sicher durch den Umzug, schließlich fuhr neben ihr auf einer Schwalbe, Baujahr 1981, der ABV. „Der schnelle Willi“, verbessert der Uniformierte, der Hans Joachim Landfadt heißt.

 

Etwa 40 Fahrzeuge und Wagen ziehen bei brütender Hitze durch die Straßen – für den richtigen Ton sorgen das Schalmeienorchester Lühmannsdorf und das Feuerwehrblasorchester Gützkow. Die Feuerwehr ist auch dabei und hat extra für den Geburtstag die alte Pferdezugspritze der 1927 gegründeten örtlichen Freiwilligen Feuerwehr angespannt. Die Schlepperfreunde aus Zemitz sind mit alter Landtechnik angereist.

Jungpioniere und das Fußvolk

Zu den vielen Fahrzeugen einheimischer Firmen – „sie haben uns alle finanziell sehr gut unterstützt“, so Knuth – kommen bunt geschmückte Wagen der Geflügelzüchter, Landwirte oder der Volkssolidarität. Jungpioniere sind dabei, an die FDJ wird auch erinnert. Auch das Fußvolk darf sich einreihen – Christine Moldenhauer, Ela Knuth, Ilona Gust und die anderen Bauersfrauen tragen stolz Körbe und alte landwirtschaftliche Geräte.

Traktoren, bunte Wagen und viel Fußvolk

Dass der lange Festzug nur einmal für rund eine Viertelstunde ausgebremst wird, liegt am Zug. Am Bahnübergang lässt man zwei Züge der UBB durch, um dann geschlossen zum Festplatz zu marschieren. Dort können die Hohendorfer und Gäste weiterfeiern – Vereine präsentieren sich, die Wolgaster Jagdhornbläser sind dabei, die Senioren- und die Kindertanzgruppe des örtlichen Carnevalclubs ebenfalls. Erstmals erwähnt wird das Dorf, das heute 624 Einwohner zählt, am 5. Dezember 1319, damals noch als „Hogendorp“. Entstanden ist das Dorf jedoch schon im Jahr 1230. Erkenntnisse zur Geschichte zeigen, dass Hohendorf mehr als einmal vom Unglück in Form von Pest, Brand, Überschwemmung, Plünderung und Krankheit heimgesucht wurde.

Von Henrik Nitzsche

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