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Usedom Abstimmung über Sanierungskonzept: Bleibt Ruine aus der NS-Zeit erhalten?
Vorpommern Usedom Abstimmung über Sanierungskonzept: Bleibt Ruine aus der NS-Zeit erhalten?
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11:06 25.09.2019
Das Konzept sehe eine Mischnutzung vor, mit Räumen für Museum, Forschung und Veranstaltungen sowie mit Wohnungen für Wissenschaftler und Lehrer. Quelle: Stefan Sauer/dpa/Archiv
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Peenemünde

Nach Auftrag der WählergruppePeenemünde Aktiv“: Für den Erhalt der denkmalgeschützten Ruine des Sauerstoffwerks gibt es nun einen neuen Anlauf. Ende Oktober soll der Gemeindevertretung ein Sanierungskonzept vorgelegt. Es basiert auf dem Antrag der Wählergruppe, wie der zweite stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Peenemünde, Detlev Löll (Peenemünde Aktiv), ankündigte. Das Werk ist Teil der ehemaligen NS-Heeresversuchsanstalt in Peenemünde auf Usedom.

Das Konzept sehe eine Mischnutzung vor, mit Räumen für Museum, Forschung und Veranstaltungen sowie mit Wohnungen für Wissenschaftler und Lehrer, sagte Löll. Die geschätzten Kosten beliefen sich auf 26 bis 27 Millionen Euro.

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Die Gemeindevertretung soll eine Grundsatzentscheidung fällen, ob das Gebäude abgerissen oder saniert werden soll, sagte Löll. Sollte die Entscheidung pro Sanierung fallen, hoffe man auf Bundesmittel aus dem Bereich Kultur. In dem 1939 errichteten Werk wurde von 1942 an Flüssigsauerstoff für den Antrieb der V2-Raketen produziert.

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Das ehemalige Sauerstoffwerk, das 70 mal 30 Meter misst und 25 Meter hoch ist, gehört der 310 Einwohner zählenden Gemeinde. Diese ist jedoch mit dem Gebäude überfordert. Anfang 2018 beschloss deshalb die Gemeindevertretung, den maroden Bau aus der Nazi-Zeit abzureißen. Dagegen hatte sich Widerstand in der Kommune formiert.

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Von RND/dpa