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Usedom Usedom: Sandskulpturen ab Samstag zu sehen
Vorpommern Usedom Usedom: Sandskulpturen ab Samstag zu sehen
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11:39 26.03.2019
Marieke van der Meer (31) aus den Niederlanden brauchte zwei Tage, um diesen Pfau herzurichten. Sie ist die künstlerische Leiterin der Ausstellung in Ahlbeck. Quelle: Hannes Ewert
Ahlbeck

Nervosität? Fehlanzeige! Aufregung? Auch nicht! Am Sonnabend öffnet zum sechsten Mal die Sandskulpturenausstellung am Grenzparkplatz in Ahlbeck und noch braucht man als Laie an der ein oder anderen Stelle viel Fantasie und Optimismus, um zu begreifen, dass alles rechtzeitig zum Ausstellungsbeginn fertig wird. Ausstellungsleiter Oliver Hartmann ist noch tiefenentspannt. „Das wird schon“, sagt er und lächelt. Rund 100 Skulpturen in 27 verschiedenen Bildern sind in den vergangenen drei Wochen in dem Zelt entstanden. Auf 4000 Quadratmetern Ausstellungsfläche verarbeiteten mehr als zwei Dutzend Künstler aus vielen Teilen der Welt spektakuläre Motive aus 9500 Kubikmeter Sand.

Hartmann ist Profi, was die Vorbereitung und Durchführung von Ausstellungen angeht. Erst vor Kurzem beendete er die „Eiszeit“ in Sachsen, nun bereitet er auf Usedom das Sandskulpturenfestival vor. „Danach geht es weiter nach Lübeck-Travemünde“, sagt er. Dort steht den Sandkünstlern eine Werfthalle an der Trave zur Verfügung. „Das machen wir dort zum ersten Mal“, erklärt er stolz. Die Schiffe seien saisonbedingt auf dem Wasser und so ist mehr Platz für Sandskulpturen in dem Gebäude. Die Herausforderung: Die Suche nach dem richtigen Sand. Am Dienstag fährt Oliver Hartmann mehrere Kiesgruben in der Region rund um Lübeck an, um das Baumaterial zu finden. „Auf Usedom haben wir den Vorteil, dass wir richtig guten, körnigen Kies aus Pudagla haben“, erklärt er. Dieser funktioniert ganz ohne Klebstoff oder andere Zusatzstoffe. „Wichtig ist die Verdichtung des Sandes. In einzelnen Schichten wird dieser aufgetragen und dann mit einem handelsüblichen Rüttler verdichtet. Der Sand wird richtig hart und ist somit geeignet für die Skulpturen“, sagt er. Einzig mit Wasser wird nachgeholfen, damit er nicht so trocken ist.

Das Thema in diesem Jahr ist „Expedition Erde“. „Wir starten mit dem Präkambrium vor etwa 4,5 Milliarden Jahren“, erklärt er. Im Eingangsbereich sind Flora und Fauna zu sehen. Weiter geht es mit den Dinosauriern. Die 25 Künstler kommen aus Russland, Finnland, Ungarn, den Niederlanden, Lettland, Litauen, den USA und Deutschland und sind überwiegend ausgebildete Architekten und Bildhauer – die Besten ihrer Zunft. „Es gibt weltweit etwa nur 300 Künstler, die diesen Anforderungen gerecht werden“, sagt er. Aber für den Ausstellungsleiter sei es in den vergangenen Jahren kein großes Problem, die Männer und Frauen nach Usedom zu locken.

Neu ist in diesem Jahr die Aufstellung des Zeltes. „Uns stehen durch die Neuanordnung des Zeltes und die Erweiterung um ein Element rund 200 Quadratmeter mehr Fläche zur Verfügung. Die Figuren können bis zu sieben Meter hoch sein“, sagt er.

Auch die Tierwelt auf der Insel Usedom spielt in diesem Jahr eine Rolle. „Sogar der Elch Pommes, der wochenlang auf der Insel zu sehen war und immer wieder für ein Fotomotiv sorgte, wird aus Sand hergestellt.“

Bis zu 130 000 Gäste erwarten die Macher der Ausstellung in diesem Jahr. „Die Zelte sind noch bis Anfang November begehbar. Dann werden die Überzüge abgenommen und ein Zaun wird um die Ausstellung gestellt. Die Kunstwerke werden der Witterung überlassen. Im kommenden Jahr wird der gleiche Sand genommen und wir formen daraus neue Figuren“, so Hartmann.

Eine Besonderheit gibt es zum Ausstellungsbeginn am Sonnabend. „Die Gäste können den Künstlern bei der Arbeit über die Schulter schauen. Dann reisen die Künstler ab.“

Hannes Ewert

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