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Usedom Gastronomie-Urgestein hört auf
Vorpommern Usedom Gastronomie-Urgestein hört auf
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07:51 31.01.2019
Eleonore Kaufmann macht nach 46 Jahren in der Gastronomie Feierabend. Quelle: Gert Nitzsche
Ahlbeck

Für Eleonore Kaufmann hieß es jetzt Abschied nehmen. Abschied vom Restaurant und Pension „Haus Frohsinn“ – nach 25 Jahren ist nun Feierabend. 1993 kaufte sie das „Frohsinn“ in der Ahlbecker Kaiserstraße und baute dieses neu um. Ein Jahr später war das Restaurant fertig und wurde eröffnet. Mit viel Mut, Freude und Engagement wurde das Arbeiten steht’s mit Frohsinn verbunden. „Am 2. Januar 2019 haben wir den Betrieb eingestellt. Das Haus wurde verkauft. Es soll abgerissen und im neuen Stil wieder aufgebaut werden. „Alles ist geregelt“, sagt Eleonore Kaufmann, die schon Pläne für die Zukunft hat: „Ich werde noch etwas meine Brüder Peter und Jörg in Ückeritz unterstützen und freue mich dann auf meine Rentnerzeit.“

Hinter ihr liegen 46 Jahre in der Gastronomie. „Wenn ich zurückblicke, ist das schon eine enorme Zeit. Zunehmend ist es immer schwieriger geworden, geeignete und zuverlässige Mitarbeiter zu finden“, sagt sie. Die gebürtige Ahlbeckerin hatte einst bei der Handelsorganisation (HO) gelernt. Sie hat ihre Ausbildung zum Kellner, Barmixer bis hin zum Gaststättenleiter absolviert. Schon ihre Eltern Christel und Herbert Gröne waren in der Branche zu Hause.

Vor dem „Frohsinn“ war sie auf der Ahlbecker Seebrücke, im Ostseehotel und der „Strandterrasse“ tätig. Dadurch kannten sie nicht nur die Ahlbecker. „Von meinen vielen Mitstreitern will ich stellvertretend Björn Schultz, Skadi Schultz und das Team vom Haus Frohsinn nennen, die mich sehr lange begleitet haben. Viele Klassentreffen, Feierlichkeiten oder andere Events wurden hier gefeiert“, erzählt sie. Bei den Gästen waren die beliebtesten Speisen die Entenbrust mit Rotkohl und Klöße, Steak au four oder die Fischplatte.

Eleonore Kaufmann konnte stets mit ihrer offenen und freundlichen Art die Gäste anstecken. Wenn mal kein Taxi zu bekommen war, wurde auch so mancher Gast nach Hause gebracht, erinnert sich die 63-Jährige.

Sie ist ein Familienmensch. Bis auf ihre Schwester Gabi sind die beiden Brüder und der Sohn mit Familie noch in der Nähe. Sie zieht nun in eine kleine hübsche Wohnung und freut sich, wenn Enkelin Lucie Magdalena nach der Schule zu ihr kommen kann. Sie will sich jetzt auch wieder mehr Zeit nehmen fürs Klavierspielen. Ausgedehnte Spaziergänge am Strand, Bücher lesen oder angeln – all das soll künftig ebenso auf ihrem Aktivitätenplan stehen.

Gert Nitzsche

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