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Usedom An Europaschule wird derzeit eifrig gebaut
Vorpommern Usedom An Europaschule wird derzeit eifrig gebaut
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00:00 23.08.2017
Dort, wo Einst der Haupteingang der Schule war, wird eine Aula und Cafeteria entstehen. Derzeit rollen dort die Baufahrzeuge. Quelle: Foto: Hannes Ewert
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Ahlbeck

Das Ziel ist sportlich, aber fest vor Augen: Bis zum Sommer 2019 sollen die Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten an der Europäischen Gesamtschule Ahlbeck beendet sein. Knapp zehn Millionen Euro investieren die Gemeinde Heringsdorf, der Landkreis Vorpommern-Greifswald, das Land Mecklenburg-Vorpommern und der Bund, um es den Schülern in zwei Jahren so schön wie möglich zu machen. Derzeit ist das Areal praktisch eine riesige Baustelle: An jeder Ecke wird gehämmert, gebohrt und gebaut.

Das Ziel ist sportlich, aber die Verantwortlichen halten es für realistisch: Bis zum Sommer 2019 soll die Europaschule in Ahlbeck sich den Schülern und Lehrern ganz anders präsentieren als bisher. Knapp zehn Millionen fließen in das Vorhaben. Derzeit gleicht das Schulgelände allerdings einer großen Baustelle.

Nur vorsichtig betreten Heringsdorfs Bauamtsleiter Andreas Hartwig und Bürgermeister Lars Petersen die Räume des Gebäudes. Immer wieder versperren aufgestellte Wände die Sicht auf das Innere der Räume. Dort heißt es: Betreten verboten. „Es stellte sich während der Bauarbeiten heraus, dass der Fußboden schadstoffbelastet ist. Das wussten wir vorher nicht. Im Untergrund wurden Asbestfasern gefunden, die aufwändig beseitigt und entsorgt werden müssen“, erklärt Hartwig. Und das in jedem Raum. „Die Arbeiter tragen bei ihrer Tätigkeit Schutzkleidung, um sich selbst nicht zu gefährden. Auf dem Hof stehen Duschen bereit“, erklärt er. „Sicherheit geht hier vor. Das ist nicht wie auf jeder anderen Baustelle“, so Petersen. Dass sich die Kosten durch die unerwarteten Belastungen erhöhen, ist wahrscheinlich.

Das Gebäude, welches in den späten 1970er Jahren errichtet wurde, bekam mit der Zeit immer mal wieder kleine Veränderungen. „Wir mussten unter anderem den Brandschutz erneuern und den aktuellen Standards anpassen“, erzählt Hartwig. So aufwändig wie jetzt wurde die Schule allerdings noch nie saniert. Zu den neuen Besonderheiten der Schule zählt unter anderem ein Aufzug. „Alle Räume sind barrierefrei“, sagt er.

Bürgermeister Petersen sehnt sich jetzt schon dem Ende der Bauarbeiten entgegen. „Derzeit gibt es fünf verschiedene Standorte für die Schüler. Alle wurden auf die Gemeinde verteilt, einige sind sogar in Containern untergebracht. Ich bin froh, wenn alles wieder unter einem Dach passiert. Das ist sowohl für die Schüler als auch Lehrer wichtig“, sagt er.

Auch optisch kommt die Ahlbecker Europaschule neu daher. Derzeit ist das Gebäude löchrig wie ein Schweizer Käse. „Die Fenster fliegen alle raus. Hier kommen überall neue rein, die sogar belüftet sind. Auch die Außenfassade wird noch verändert“, sagt Hartwig. Neu wird für die Schüler der Haupteingang werden. „Dort, wo er bisher war, wird eine Aula mit einem Pausenraum gebaut. Darüber entstehen noch weitere Klassenräume“, betont er.

Auch auf dem Dach der Schule zieht moderne Technik ein. „Dort kommt eine Solaranlage hin, die Strom in das Netz einspeist. Vielleicht auch eine Solar-Thermie-Anlage, um das Haus mit Warmwasser zu versorgen“, so Hartwig.

Bis zur Eröffnung ist es noch ein langer Weg. „Bislang sind die Arbeiter dabei, das Gebäude komplett zu entkernen“, erklärt Lars Petersen.

Neue Schule

Für die Bau- und Sanierungsmaßnahmen an der Europäischen Gesamtschule Ahlbeck wurden Kosten in Höhe von 9,7 Million Euro aufgebracht.

Darin enthalten sind 4,85 Mio. Euro Fördermittel von Bund und Land sowie über 1,7 Mio. Euro durch eine Sonderbedarfszuweisung aus dem Innenministerium des Landes.

Der Eigenanteil der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf beträgt 2,9 Mio. Euro.

Freuen dürften sich die Schüler zudem auf einen Innenpausenhof und eine Cafeteria.

Hannes Ewert

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