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Usedom Häfen brauchen Schulterschluss
Vorpommern Usedom Häfen brauchen Schulterschluss
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00:00 16.02.2013
Die Pier des Vierower Hafens: Der Betreiber kooperiert bereits mit Sassnitz. Auch die anderen H�fen in Vorpommern sollten st�rker zusammenarbeiten. Quelle: Stefan Bruemmer
Vierow

So verweist der Geschäftsführer der Hafen Vierow GmbH, Alfred Bligenthal, auf die guten Erfahrungen, die Vierow in der Zusammenarbeit mit Sassnitz gesammelt hat. „Wir kooperieren im Umschlag. Schiffe mit bis zu 12 000 Tonnen Tragfähigkeit werden zur Hälfte in Vierow angeladen und dann zur Restbeladung nach Mukran verholt. Der Tiefgang im Revier Greifswalder Bodden setzt den Häfen Grenzen.“

Mit der Ladungskomplettierung in Mukran konnte der Kostenvorteil, den ein 12 000-Tonnen-Frachter auf einer Reise in einen Mittelmeerhafen gegenüber kleineren Schiffseinheiten hat, genutzt werden.

„Gegenüber einer Komplettverladung in Mukran, bei dem die gesamte Ware mit dem Lkw hingefahren werden muss, gestaltet sich die Beladung in zwei Häfen viel preiswerter. Denn der Lkw-Transport von Vierow nach Mukran würde ein Mehrfaches der zusätzlichen Schiffspassage Vierow/Mukran von 1,50 Euro pro Tonne kosten“, so Bligenthal.

Er hoffe, dass andere vorpommersche Häfen diesem Beispiel folgen, da die Ostseehäfen in einem knallharten Wettbewerb stünden und nur durch Nutzung von Synergieeffekten bestehen könnten. Die Notwendigkeit der Zusammenarbeit bestehe auch mit Blick auf die Klassifizierung der Bundeswasserstraßen. Es gelte, das gemeinsame Umschlagsvolumen der vorpommerschen Häfen in Waagschale zu werfen, damit der Bund in der Unterhaltspflicht verbleibe.

Für eine Kooperation der Häfen macht sich auch der Unternehmerverband Vorpommern stark. „Eine gemeinsame Strategie für die hafenwirtschaftliche Entwicklung der Region ist dringend notwendig, um die Fördergelder von EU, Bund und Land effektiv einzusetzen“, sagt Präsident Gerold Jürgens.

Dennoch sollte jeder Standort seine Spezialisierung beibehalten. Für den Hafenchef hat eine Kooperation deshalb noch einen anderen Vorteil: „Die Häfen am Greifswalder Bodden verfügen alle über einen Gleisanschluss, aber die Anbindung ans elektrifizierte Netz muss verbessert werden. Zudem sollten die Rangiermöglichkeiten des Schienenanschlusses Lubmin/Vierow für die künftige Abwicklung von 600-Meter-Zügen weiterentwickelt werden“, erklärt Bligenthal.

Die Auslastung des Gleises in Vierow sieht er auf gutem Weg: Innerhalb von vier Monaten wurden 28 000 Tonnen über die Schiene angeliefert, Tendenz steigend.

Transporte

1,50 Euro kostet der Schiffstransport pro Tonne, 8 Euro eine Tonne Ware, die per Lkw transportiert wird.

28 000 Tonnen Getreide wurden von September - Dezember über die Schiene im Hafen Vierow angeliefert und verschifft.

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