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Usedom Anwohner sauer: Laute Musik vom Beachhotel Bansin
Vorpommern Usedom Anwohner sauer: Laute Musik vom Beachhotel Bansin
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00:00 14.09.2018
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Bansin

Wie laut darf ein Rockkonzert sein? Antworten gab es darauf im Tourismusausschuss der Heringsdorfer Gemeindevertretung am Dienstagabend zwar nicht. Dafür aber die Erkenntnis, dass zuviel Lärm in einer Urlaubsregion die Lebensqualität erheblich einschränkt.

Rolf Seelige-Steinhoff
Thomas Heilmann

Ausgangspunkt der Diskussion war ein Brief der Familie Beck-Schäfer aus Bansin an die Gemeinde. Darin kritisieren sie im Namen vieler Anwohner die Lärmbelästigung durch Veranstaltungen des Beachhotels „Kaiserstrand“ Bansin und fordern mehr Rücksichtnahme. Sie wohnen direkt gegenüber vom Hotel. „Die Rede ist von Rockkonzerten, die fünf Stunden dauern. Für uns ist es schwierig, sich eine Meinung zu bilden. Die Bürger müssen Anzeige erstatten und mit eigenen Messgeräten prüfen, ob Dezibel-Werte überschritten werden“, sagt Ausschussmitglied Fritz Spalink. Er übernahm kurzfristig die Runde, weil sich Ausschussvorsitzender Rolf Seelige-Steinhoff zunächst zurückhielt. Ihm gehört das Beachhotel. Aus Spalinks Sicht sollten allerdings Musikkonzerte in der Zeit von 18 bis 22 Uhr in einer Urlaubsregion möglich sein. „Wenn wir das ändern wollen, brauchen wir eine Beschlussvorlage“, so Spalink.

„Wenn wir zu laut sind, muss das abgestellt werden“, sagte Rolf Seelige-Steinhoff, der seinen Hoteldirektor Marek Rausch mitgebracht hatte. „Es gab Gespräche mit der Familie. Wir haben unser Konzept geändert und die Dezibel-Werte deutlich gesenkt. Macht man nichts, macht man nichts verkehrt“, so Rausch. Das Hotel verfüge inzwischen über zwei Messgeräte. „Beim Rockkonzert liegen wir bei 79 bis 83 Dezibel. Andere Bands auf der Promenade kommen auf 73 bis 79 Dezibel. Bei unseren Konzerten ist der Hotelvorplatz voll. Die Leute mögen das“, so der Hoteldirektor, der sich weiterhin gesprächsbereit zeigt.

Beschwerden über Lärm von Musikveranstaltungen in den Kaiserbädern ziehen sich über den Sommer, wie Heringsdorfs Kurdirektor Thomas Heilmann bestätigt. „Das hat hauptsächlich damit zu tun, dass einzelne Häuser Veranstaltungen organisieren, die aber nicht mit dem öffentlichen Programm in den Konzertmuscheln abgestimmt sind. Beschwerden über Veranstaltungen auf dem Hof des Beachhotels in Bansin sind gestiegen. Wir haben auch viele Anrufer aus dem Heringsdorfer Kurhotel, wenn es um laute Musik geht. In Ahlbeck schaffen es die Restaurants inzwischen, sich mit den Musikveranstaltungen abzustimmen.“ Laut Heilmann liegt die Obergrenze bei Veranstaltungen „bei 45 Dezibel“.

Henrik Nitzsche

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