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Usedom Anwohner vom Sportplatz klagt: Rasen hui, Umfeld pfui
Vorpommern Usedom Anwohner vom Sportplatz klagt: Rasen hui, Umfeld pfui
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00:00 12.09.2014
Kurt Knüppel zeigt auf die zugewucherte Böschung an seiner Grundstücksgrenze. Quelle: Fotos: Henrik Nitzsche
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Bansin

Kurt Knüppel ist Fußballfan. Früher hat er bei vielen Mannschaften gespielt — in Pudagla, Wolgast und Neustrelitz. Jetzt hat er vom Fußball die Nase voll. Der Bansiner wohnt nämlich neben dem Sportplatz. „Vor meinem Grundstück sieht es aus wie Kraut und Rüben. Der Rasen auf dem Sportplatz wird bestens gepflegt, leider das Drumherum nicht“, sagt der 72-Jährige.

Vor acht Jahren habe er das knapp 3000 Quadratmeter große Grundstück in der Bansiner Seestraße gekauft. Sein Areal liegt direkt neben dem Sportplatz am Fischerweg. „Seit Jahren wurde an der Böschung vor meiner Hecke nichts mehr gemacht. Das Unkraut wuchert, Sträucher und Brennnessel wachsen“, schildert der Rentner die Situation. Und schimpft weiter: „Neben der Weitsprunganlage liegen große Masten auf dem Platz, die vor sich hin rosten. Die Löcher zum Einbau wurden schon gebuddelt, doch passiert ist nichts.“

Weil ab und an Fußbälle auf das Knüppelsche Grundstück flogen, sollte der Verein FC Insel Usedom zur Seite des Rentners ein weiteres Fangnetz anbringen. Hinter den Toren gibt es bereits welche.

„Warum das bislang nicht passiert ist, kann ich nicht sagen“, hieß es gestern vom Heringsdorfer Bauamtsleiter Andreas Hartwig. Er kündigte für die nächsten Tage einen Termin mit dem Bansiner an. „Wir werden uns vor Ort treffen und festlegen, wer wofür zuständig ist.“ Denn bislang soll es zwischen der Kommune und dem Verein vorrangig mündliche Vereinbarungen gegeben haben, wie Katja Aehnlich, Sachbearbeiterin Umweltangelegenheiten bei der Gemeinde, sagt. Auch FCU-Präsident Sebastian Grünberg ist von einem Vertrag nichts bekannt. „Wir sind Nutzer der Fläche, die der Gemeinde gehört.“

Grünberg kenne die Probleme von Herrn Knüppel. Er soll bereits viele Bälle, die beim Training oder im Spiel auf das Nachbargrundstück geflogen sind, einbehalten haben. „Das ist Quatsch. Ich hatte zwei Bälle eingezogen, die ich wieder zurückgegeben habe“, entgegnet Kurt Knüppel, der auf seinem Grundstück auch einen kleinen Campingplatz und mehrere Ferienwohnungen betreibt. „Gerade meine Gäste wundern sich über den unschönen Anblick des Sportplatzes.“

Apropos Anblick: Beim Fußballverein halte man weiter daran fest, die Masten aufzustellen. „Wenn das Fangnetz vor dem Grundstück des Nachbarn aufgestellt ist, könnten wir auch den Nebenplatz unserer Anlage nutzen“, sagt Grünberg. Der FCU-Präsident rechnet dann aber wieder mit einer Eingabe aus dem Hause Knüppel. „Wer möchte vor seiner Nase ein großes engmaschiges Netz haben“, so Grünberg.

Wenigstens würden dann keine Bälle mehr auf dem Nachbargrundstück landen.



Henrik Nitzsche

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