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Usedom Anwohnerfrust über Baustellenverkehr
Vorpommern Usedom Anwohnerfrust über Baustellenverkehr
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17:00 26.09.2019
An der Ahlbecker Promenade entsteht gegenwärtig eine Hotelanlage. Quelle: Henrik Nitzsche
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Ahlbeck

Kai Kruse vom gleichnamigen Autohaus in Ahlbeck platzte in der jüngsten Gemeinderatssitzung der Kragen. Es ging um die aktuelle Baustelle in Ahlbeck zwischen Grenzstraße, Goethestraße und Rathenaustraße. Hier, wo sich einst die Kaufmännische Berufsschule befand, sollen bis zur Saison 2021 in einem Suitenhotel 118 Appartements, 32 Eigentumswohnungen und 13 Penthouses entstehen. Hinter dem Vorhaben steht die Berliner Primus Immobilien AG, die rund 80 Millionen Euro in das Projekt investieren will. Seit knapp einem Jahr wird dort gebaut.

„Es ist mittlerweile unerträglich, dort zu wohnen. Die Lebensqualität hat arg gelitten. Morgens um halb sieben sind bereits die ersten schweren Fahrzeuge unterwegs. Das ist eine Chaosbaustelle“, nahm Kruse kein Blatt vor dem Mund. Er wohnt im angrenzenden Friedrich-Ebert-Ring. Kruse berichtete von Tiefladern, die dort hintereinander parkend vor der Baustelle warten. „Kürzlich musste ich eine dreiviertel Stunde auf meinem Hof stehen, weil ich nicht raus kam. Ich habe die Nase voll und würde am liebsten die Straße blockieren“, so Kruse.

Gemeindevertreter Nils Krohn (Kaiserbäderbündnis) schlug in die gleiche Kerbe: „Dort dürften gar keine Lkw parken. Mit der Gemeinde war abgesprochen, dass die Lkw nur auf Abruf fahren. Ich habe schon erlebt, dass dort acht Betonmischer stehen. Die Kommune kommt ihrer Kontrollpflicht der Baustelle nicht nach.“

Heringsdorfs Bürgermeisterin Laura Isabelle Marisken sicherte in der Sitzung eine Prüfung zu. Das sei inzwischen geschehen. „Wir haben die Probleme mit dem Bauherren und Anwohnern besprochen. Künftig wird unser kommunaler Ordnungsdienst dort verstärkt unterwegs sein. Auch die Polizei hat eine höhere Präsenz versprochen“, sagt die Bürgermeisterin.

Auch auf Seiten des Investors wurde nach dem Gespräch reagiert. Wie Sebastian Fischer, Vorstand der Primus Immobilien AG, gestern auf Nachfrage informierte, sollen die Ruhezeiten eingehalten werden. Beginnen sollen die Bauarbeiten wochentags nicht vor 7 Uhr, samstags nicht vor 8 Uhr. Der stehende Verkehr im Friedrich-Ebert-Ring und in der Goethestraße soll reduziert und möglichst vermieden werden, um keinen unnötigen Lärm zu verursachen. „Die Fahrer werden informiert, die vorgegebene Geschwindigkeit auch einzuhalten. Auch das Falschparken in der Goethestraße war Thema. Nun soll die Fläche bis zur Bushaltestelle direkt vor dem Bauobjekt in der Goethestraße genutzt werden“, sagt Fischer.

Die Gemeindevertretung habe dem Bauherren Unterstützung zugesichert bei der Suche nach alternativen Plätzen, an denen die Fahrzeuge mit einer Materiallieferung kurzzeitig während der Wartezeit zwischenparken können. So soll eine Ansammlung von Lkw im Ebert-Ring und in der Goethestraße verhindert werden. „Eine solche Alternative könnte vielleicht der Bahnhof Heringsdorf sein“, sagt Fischer.

Von Henrik Nitzsche

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