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Usedom Apfeltag: Carola war die Spitzenreiterin
Vorpommern Usedom Apfeltag: Carola war die Spitzenreiterin
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00:10 20.10.2014
Apfelsortenbestimmer Peter Markgraf hatte alle Hände voll zu tun, um den rund 300 Besuchern seines Standes zu helfen. Quelle: D. Butenschön
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Usedom

Im Apfel steckt doch eine Menge mehr drin, als man gemeinhin denkt. Jedenfalls hat diese oft als typisch deutsch bezeichnete Frucht am Sonnabend am Usedomer Klaus-Bahlsen-Haus weit mehr als tausend Besucher zusammengebracht — quer durch alle Altersschichten. Für das Team des Naturparks Insel Usedom und besonders für Ideengeber und Cheforganisator Kai Paulig war der dritte Usedomer Apfelmarkt erneut ein voller Erfolg.

Allerdings war zu spüren, dass die hiesige Region ein schlechtes Apfeljahr zu verzeichnen hat, denn die Apfelpresse lief im Gegensatz zum vergangenen Jahr nur zeitweilig, es fehlte am Rohstoff für die Saftgewinnung. Dagegen hatte Apfelsortenbestimmer Peter Markgraf aus Waldeshöhe in der Nähe von Pasewalk wieder gut zu tun, um allen jenen zu helfen, die von ihm wissen wollten, was denn da in ihren Gärten wächst. „Es waren wohl an die 300 Besucher an meinem Stand, und mit etwa 500 Proben, die mir vorgelegt wurden, hatte ich gut zu tun“, zieht der Pomologe Bilanz. Spitzenreiter bei den gängigen Apfelsorten, so Markgraf, sei Carola gewesen, bei den älteren Sorten habe er es am meisten mit dem Pommerschen Krummstiel zu tun gehabt.

Markgraf, der in seinem Heimatort einen Landwirtschaftsbetrieb führt, hat an den Feldrändern mittlerweile rund 400 verschiedene Apfelsorten zu stehen, weitere etwa 200 Sorte kennt er außerdem. Und demnächst soll ein ganzes Feld mit Apfelbäumen bepflanzt werden. „Wir wollen damit aber nicht auf den Markt, sondern bemühen uns so um die Erhaltung möglichst vieler älterer Sorten“, lässt er seine Motivation erkennen.

Für Naturparkleiter Ulf Wigger waren auch die Auftritte des Anklamer Fritz-Reuter-Ensembles und der Ückeritzer Dörpkapell Höhepunkte des Tages. „Die Mitwirkenden zeigten sich rundum zufrieden, und für die Jüngeren hat erneut das Kinderhaus Stolpe mit Annekathrin Schultz ein ansprechendes Programm auf die Beine gestellt.“ Für Wigger, der betont, dass auch der diesjährige Usedomer Apfeltag komplett aus Mitteln der Klaus- und Ruth-Bahlsen-Stiftung bestritten wurde, gibt es keinen Zweifel, dass es auch im nächsten Oktober wieder einen solchen Tag in Usedom geben wird.

Dietrich Butenschön



OZ

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