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Usedom Sonderausstellung in Peenemünde
Vorpommern Usedom Sonderausstellung in Peenemünde
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16:23 23.05.2019
Tasillo Römisch präsentiert ein Diorama vom Astronauten Alan Bean, das der Holländer Pascal Hecker 2009 gestaltet hat. Bean war der vierte Mensch auf dem Mond. Quelle: Henrik Nitzsche
Peenemünde

„Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit.“ Neil Armstrong, erster Mensch auf dem Mond, sagte diesen legendären Satz. 21. Juli 1969: Armstrong besteigt die oberste Sprosse der Leiter, um aus dem Landemodul „Eagle“ auf die Mondoberfläche hinabzusteigen – das Finale der Apollo-Mission. Was vor laufenden Kameras geschah, wird dennoch immer wieder von Kritikern angezweifelt. Sie sind der Meinung, dass die berühmte Landung nie stattgefunden habe. „Quatsch“ sagt Tasillo Römisch zu den Vorwürfen. Er besitzt die weltweit größte private Raumfahrtsammlung. Rund 200 Exponate aus der westlichen und östlichen Raumfahrt sind nun in der Turbinenhalle im Historisch-Technischen Museum (HTM) Peenemünde in der Sonderausstellung „Wettlauf zum Mond. Viel Lärm um einen kleinen Schritt?“ zu sehen. Gegen die Mondlüge hat Römisch zwei Antworten: „Ich habe mal ausgerechnet, wie viele Menschen notwendig gewesen wären, um das in einem Studio zu inszenieren. Ich komme auf 750 Menschen, die eingeweiht gewesen wären. Die können nicht 50 Jahre dicht halten. Außerdem haben die Russen versucht, auf dem Mond zu landen. Eifersüchtig haben sie die Mondlandung funktechnisch verfolgt. Bei kleinsten Anzeichen hätten sie die Weltöffentlichkeit hämisch informiert.“

Werbeartikel, Modelle und Astronautenanzug

Für Römisch ist es inzwischen die 126. Raumfahrtausstellung in elf Ländern. „Ich will hier nicht nur die Technik darstellen. Ich konzentriere mich auf die Menschen, die dabei waren.“ Der Inhaber des privaten Mittweidaer Raumfahrtmuseums in Sachsen zeigt die technischen Grundlagen und den Verlauf der Apollo-Missionen, und ebenso die vergeblichen Versuche der sowjetischen Raumfahrt, den USA zuvorzukommen. Es werden die Wirkungen des Ereignisses auf seine Zeitgenossen, die Nachwirkungen und die heutige Bedeutung der Reisen zum Mond dargestellt. Eine wichtige Frage ist auch, in welchem Zusammenhang das Peenemünder Raketenprojekt mit der Mondlandung steht. In den Vitrinen finden sich historische Merchandising- und Werbeartikel, Spielzeug, Titelblätter von Zeitungen, Astronautenanzug, Modelle und Nachbauten.

Wie beispielsweise die berühmte Mondrakete, die als Modell im Maßstab 1:96 gezeigt wird. Römisch geht auch auf Astronauten ein, die nach Armstrong den Mond betreten haben, dennoch immer im Schatten des US-amerikanischen Astronauten standen – beispielsweise Alan Bean. Er war der vierte Mensch (19. November 1969) auf dem Mond. Römisch hat ein Diorama vom Mondfahrer Bean mitgebracht, das der Holländer Pascal Hecker 2009 gestaltet hat.

Am Tag des eigentlichen Jubiläums der Mondlandung soll es in Peenemünde eine Veranstaltung geben. Über Details konnte Kurator Dr. Philipp Aumann aber noch nicht informieren. Die Ausstellung in der Turbinenhalle ist bis zum 8. September 2019 zu besichtigen.

Henrik Nitzsche

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