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Usedom Das ist der Rettungsschwimmer, der am Strand von Heringsdorf geschlagen wurde
Vorpommern Usedom Das ist der Rettungsschwimmer, der am Strand von Heringsdorf geschlagen wurde
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15:57 13.06.2019
Wurde Opfer einer Attacke eines Badegastes: Wachleiter Sebastian Antczak. Quelle: Dietmar Pühler
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Heringsdorf

Die Gewalt und Aggressionen gegenüber Rettungskräften und Polizisten erreicht auf der Insel Usedom eine neue Eskalationsstufe. Am Mittwochnachmittag bepöbelte ein betrunkener, 26 Jahre alter Mann die Badegäste am Strand von Heringsdorf. Als die Rettungsschwimmer eingriffen, wurde einer von ihnen Opfer der Angriffe. Sebastian Antczak, Leiter der Rettungswache in Heringsdorf, erlitt leichte Verletzungen an der Lippe und hat Schmerzen an der Nase.

Er berichtet: „Es herrschte zu der Zeit aufgrund der gefährlichen Strömung absolutes Badeverbot. Wir, die Rettungsschwimmer, waren am Strand unterwegs, um zu schauen, ob sich alle Gäste auch daran halten“, berichtet er. „Und dann war dort ein Mann, der entgegen aller Warnungen immer wieder ins Wasser wollte und andere Badegäste belästigte“, sagt er. Die Rettungsschwimmer hielten ihn immer wieder davon ab, ins Wasser zu gehen. „Er erklärte uns, dass das Deutsche Rote Kreuz von Adolf Hitler gegründet wurde und wir ihm nichts zu sagen hätten“, so Antczak.

Faustschlag ins Gesicht des Wachleiters

Antczak bekam einen Faustschlag ins Gesicht. „Meine Lippe blutete kurzzeitig und die Nase tut noch weh“, sagte er am Donnerstag. Auch die hinzugerufene Polizei konnte den Mann zunächst nicht wirklich bändigen. „Er wollte dann mit einem etwa zehn Zentimeter dicken und 1,50 Meter dicken Ast auf eine 26-jährige Kollegin einschlagen“, erklärt Polizeisprecherin Nicole Buchfink in Neubrandenburg.

Mann wollte junge Polizisten (26) mit Ast verletzen

Der Angriff konnte allerdings abgewehrt werden, indem die Beamten Pfefferspray einsetzten und den Mann damit kurze Zeit außer Gefecht setzten. Er musste mit auf die Polizeiwache und kam in die Gewahrsamszelle. Wachleiter Sebastian Antczak stellte gegen den Mann nun eine Anzeige wegen Körperverletzung. Außerdem bekommt der Mann eine Anzeige wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab bei dem Mann einen Wert von 1,91 Promille. Er war laut Polizei alleine am Strand unterwegs und lebt ohne festen Wohnsitz.

Badegäste gehen während Reanimation in Wasser

Sebastian Antczak kann oft nur den Kopf darüber schütteln, wie das Niveau einiger Badegäste in den vergangenen Jahren gesunken ist. „Wir hatten kurze Zeit später eine Reanimation an einem anderen Strandabschnitt. Ein Mann –so um die 60 Jahre –verlor das Bewusstsein und kämpfte um sein Leben“, sagt er. Die Freiwilligen waren zu fünft bei der Arbeit. „Er ging zuvor trotz Badeverbot ins Wasser. Es war purer Leichtsinn“, sagt er. Umso unverständlicher findet Antczak, dass andere Badegäste an der Wiederbelebungsmaßnahme vorbeigingen, um in die Fluten zu steigen. „Auf der einen Seite kämpfen wir um das Leben der Badegäste, auf der anderen Seite gehen sie daran vorbei und bringen sich wieder in Gefahr“, sagt er.

Mann verließ am Abend die Zelle

Der 26-Jährige, der noch am Nachmittag am Strand für Stress sorgte, konnte die Zelle noch am Abend verlassen – in unbekannte Richtung, da er ja ohne festen Wohnsitz lebt.

Hannes Ewert

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