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Usedom Bansin: Bahnübergang soll weg
Vorpommern Usedom Bansin: Bahnübergang soll weg
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00:00 13.09.2018
So sieht die Vorzugsvariante aus: Die Kreuzung Lidl (links) wird nur noch als Einmündung bezeichnet. In Höhe der Zirkuswiese (r.) soll ein Turbokreisel gebaut werden. Die Straße verläuft parallel zur Bahn. Quelle: Fotos: Hni
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Bansin

Rückstau, gefährliche Manöver und schwierige Verkehrsführung – all das steht für den Bahnübergang Bansin, der zurückgebaut werden soll. Die Idee ist nicht neu, das Vorhaben nimmt nun Konturen an. Holger Hagemann vom Greifswalder Büro Ingenieurplanung-Ost (IPO) stellte im Kreis-Verkehrsausschuss Untersuchungen vor, wie der Bahnübergang aufgehoben, Radfahrer geführt und der Verkehrsfluss sein könnte.

Turbokreisel nahe Zirkuswiese geplant / Radfahrer sollen unter Straße und Bahntrasse geführt werden

Zum Status Quo: In Prognosen wurde festgestellt, dass sich vor dem Bahnübergang aus Richtung Bansin Dorf kommend ein Rückstau von bis zu 168 Meter bilden kann. „Wir haben auch beobachtet, dass es während des Schließens der Bahnschranken immer wieder zu gefährlichen Situationen kommt, wenn die Fahrzeuge an der Kreuzung vor der Ampel stehen“, so Hagemann, der auch die Verkehrsströme an der sogenannten „Lidl-Kreuzung“ in Bansin – Ahlbecker Chaussee, Bansin Dorf und Seestraße – untersucht hat. „Unser Fazit – der Knotenpunkt ist nicht mehr leistungsfähig“, sagt der IPO-Geschäftsführer.

Von mehreren Varianten gibt es nun eine Vorzugslösung, die Hagemann im Ausschuss vorstellte. Die Straße von Dorf Bansin (Kreisstraße 39) soll kurz vor dem Bahnübergang nach rechts – das Haus an der Ecke soll dafür weichen – parallel zu den Bahngleisen geführt werden. In Höhe der Zirkuswiese nahe der Bansiner Tankstelle soll die Fahrbahn unter der Bahnschiene – auf dem Damm soll eine Brücke gebaut werden – kreuzen und zu einem Turbokreisel führen, der in Höhe der Zirkuswiese gebaut werden soll. Zwischen Zirkus und Tankstelle soll es in Richtung Strand über den Gartenweg einen Anschluss an die Seestraße geben. Über diese Straße soll künftig der Verkehr von und ins Seebad gelenkt werden.

Die Lichtsignalanlage an der Bansiner Kreuzung wird in dem Zuge zurückgebaut. „Den Begriff Kreuzung verwenden wir dort nicht mehr. Das wird eine Einmündung mit sogenannten drei Armen“, sagt Hagemann.

Aus Richtung Heringsdorf kommend sieht die Variante eine Linksabbiegespur vor, die vor dem alten Bahnübergang zum Bahnhof führt.

Radfahrer aus Richtung Seestraße und Bansin Dorf sollen unter der Bahntrasse und der Straße geführt werden. Die geschätzten Baukosten liegen laut Hagemann bei rund 7,4 Millionen Euro. Partner bei dem Vorhaben sind der Landkreis Vorpommern-Greifswald, die Usedomer Bäderbahn (UBB), der Bund und die Gemeinde. „Die Kosten werden mittels einer Kreuzungsvereinbarung geregelt“, sagt Hagemann. Demnach würde der Kreis knapp zwei Millionen Euro zahlen, Bund und UBB 2,5 Millionen Euro und Heringsdorf rund 500000 Euro. Hagemanns Zeitplan: „Mit dem Abschluss der Kreuzungsvereinbarung rechnen wir in diesem Jahr, dann folgt das Planfeststellungsverfahren.“

Noch in diesem Jahr soll die Planung von IPO nach einer ersten Vorstellung im Mai erneut auf die Tagesordnung der Heringsdorfer Gemeindevertretung kommen, so Bauamtsleiter Andreas Hartwig.

Henrik Nitzsche

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