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Usedom Baustelle Möskenweg liegt im Zeitplan
Vorpommern Usedom Baustelle Möskenweg liegt im Zeitplan
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16:51 28.06.2019
Gegenwärtig laufen im Zinnowitzer Möskenweg die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt. Quelle: Henrik Nitzsche
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Zinnowitz

„Immer schön die Augen aufhalten“, rät Rainer Schulze seinen Mitarbeitern. Als Bauleiter ist er für seine Jungs zuständig, die in ihrem Job gegenwärtig ziemlich beengt arbeiten müssen. Während im Zinnowitzer Möskenweg täglich Hunderte Pkw, Lkw und Busse auf einer Spur ins Ostseebad rollen, sind auf der anderen Fahrbahn die Bauarbeiten im Gange. „Wir liegen im Zeitplan“, sagt Schulze, der seit November 2017 mit seinen Mitarbeitern an der wohl größten Zinnowitzer Baustelle arbeitet. Die Ortszufahrt soll bis Juli 2020 saniert sein. Die Gesamtkosten der Sanierung des Möskenweges belaufen sich auf rund 3,2 Millionen Euro.

Der erste Bauabschnitt vom Bahnübergang bis zum ersten Kreisel (Neue Strandstraße) ist fertig. Auf der glatten Asphaltpiste gibt es nun rechts und links einen jeweils 1,50 Meter breiten Fahrradstreifen, für Kraftfahrer bleibt eine fünf Meter breite Straße. Das soll sich auch im zweiten Bauabschnitt – vom Bahnübergang bis an die Bundesstraße – fortsetzen. Die Bauleute von FGW Bau Friedland sind ortsauswärts auf der rechten Seite zugange. „80 Prozent des Schmutzwasserkanals sind verlegt. Die Sanierung beinhaltet auch eine neue Regenentwässerung, Trinkwasser-, Schmutzwasser-, Gasleitung sowie Straßenbeleuchtung“, sagt Jan Schnürle, Planer und Geschäftsführer des Wolgaster Ingenieurbüros für Bautechnik. Bis zum Anschluss Gnitzer Weg wird es beidseitig ausschließlich einen Gehweg geben, während die Radfahrer die Spur auf der Straße nutzen können. Vom Gnitzer Weg bis zur B 111 – knapp 100 Meter – wird der Radfahrer auf einen kombinierten Geh- und Radweg geleitet.

Bahnübergang wird saniert

Mitte Juli soll an der Stelle mit dem Straßenbau begonnen werden. „Auskoffern, Borde setzen und die Tragschicht aufbringen“, so beschreibt der Bauleiter den Ablauf. In diesem Jahr soll das Stück vom Bahnübergang bis Höhe Aldi fertiggestellt werden. Gebaut wird auch über den Sommer, so wie bereits im vergangenen Jahr. „Da lief es sehr gut. Wir hatten natürlich Bedenken, in der Saison diese Baustelle zu haben. Das heiße Wetter hat uns aber in die Karten gespielt, so dass die Urlauber mehr am Strand als auf der Straße waren“, sagt Manuel Schneider, Leiter des Bauamtes Usedom-Nord.

Silvio Meier von FGW befestigt den Boden mit einem Rüttler, nachdem an der Stelle ein alter Schacht entfernt wurde. Quelle: Henrik Nitzsche

Die Kraftfahrer auf der Nachbarspur seien trotz der Nähe zum Baupersonal nicht das Problem, betont der Bauleiter. „Vielmehr sind es mitunter unvernünftige Radfahrer, die teilweise über die Baustelle rennen oder auf dem Gehweg gegenüber fahren. Sie sollten dort schon absteigen“, fordert Rainer Schulze, der im Schnitt zwölf Bauleute vor Ort hat.

Bis zum Abschluss des Mammut-Projekts will auch die Usedomer Bäderbahn (UBB) ihren Part an der Baustelle erledigt haben. Im Zuge des Ausbaus der Zinnowitzer Hauptmagistrale wird der Bahnübergang erneuert. „Die Abstimmung mit dem Eisenbahnbundesamt ist erfolgt. Der Übergang wird an die Straßenbreite angepasst. Geplant ist auch eine neue Schrankenanlage“, erklärt Jan Schnürle.

Während der Baumaßnahme rollt der Verkehr in den Ort ausschließlich über eine Spur im Möskenweg. Die Ortsausfahrt erfolgt in Richtung Ahlbeck und Wolgast über die Alte Strandstraße. Damit die Kraftfahrer von dort besser auf die Bundesstraße kommen, schalten zwei Ampeln auf der B 111 im Takt kurzzeitig auf Rot.

Henrik Nitzsche

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