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Usedom Größte Strandsäuberungsaktion Deutschlands geplant
Vorpommern Usedom Größte Strandsäuberungsaktion Deutschlands geplant
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15:23 06.05.2019
Organisatorin Anika Ziegler (l.) im Gespräch mit Jugendlichen, die am „Das Usedom-Projekt“ am 17. Mai teilnehmen. Quelle: Dietmar Pühler
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Usedom

Was passiert genau beim „Usedom-Projekt“? Der Naturparkbeirat Insel Usedom lud sich während seiner Frühjahrssitzung dazu die Projektleiterin von „Das Usedom-Projekt“, Anika Ziegler, ein. Der Beirat wollte sich damit aus erster Hand über die geplanten Aktivitäten rund um den 1. großen deutschen Beachcleanup am 17. Mai am Usedomer Ostseestrand informieren.

Anika Ziegler betonte, dass „Das Usedom-Projekt“ ein mehrjähriges Bildungsprojekt auf ehrenamtlicher Basis sei. Es gehe bei der Teamarbeit von jungen Menschen nicht nur um ökologische Ressourcen, sondern auch darum, eigene Potenziale zu erkennen und um soziale Kompetenzen. Unterstützt wird sie von zwölf ehrenamtlichen Kräften, die aus dem kulturellen und pädagogischen Bereich kämen. Die Projekt-Teilnehmer auf Usedom seien Auszubildende, vor allem aus dem Tourismus, Schüler von der Insel, Studenten aus Greifswald sowie von der Theaterakademie Vorpommern in Zinnowitz.

Idee entstand im vergangenen Herbst

Die Idee für den 1. großen deutschen Beachcleanup sei im Oktober 2018 entstanden. Damals startete das Projekt mit vier jungen Leuten, die ein sinnvolles Thema suchten. Sie fanden es im „Meeresmüll“ und formulierten das Ziel, 120 Teilnehmer für eine Aktion zu gewinnen. Nach einer öffentlichen Infoveranstaltung im Dezember mit Touristikern und Kommunalpolitikern wurde der Vorschlag unterbreitet, die Schulen der Insel und aus Wolgast mit ins Boot zu holen. „Wir haben dann gesehen, dass es sich um 4000 handelt. Wir haben gesagt: Okay, wir ziehen das trotzdem durch“, so Anika Ziegler.

Zeichen setzen zu globalen Problemen

Nun gelte es, Touristiker, Einheimische und Gäste mit einzubinden. „Der Usedomer Strand ist einer der schönsten und saubersten. Aber die Weltmeere sind verschmutzt. Das ist das, was die jungen Menschen auch sehen. Unser Strand ist 42 Kilometer lang und der Erdumfang fast 42 000 Kilometer. Sie wollen ein Zeichen setzen zu globalen Problemen“, beschreibt Anika Ziegler die Motivation der Projektteilnehmer. Darüber hinaus wolle man Kinder motivieren, etwas Gemeinsames auf die Beine zu stellen. „Das hat positive Auswirkungen auf die eigene Zukunft und auf die soziale Umwelt“, so die Zinnowitzerin.

Das Programm und die Teilnehmer für den Beachcleanup stehen fest. Am 16. Mai findet ein „Get together“ im Theaterzelt Chapeau Rouge in Heringsdorf statt. Dazu eingeladen sind Einheimische, Gäste und prominente Unterstützer, die mit den jungen Leuten ins Gespräch kommen können. Am 17. Mai findet die großangelegte Strandreinigungsaktion von 10 bis 12 Uhr an neun Strandabschnitten von Ahlbeck bis Trassenheide statt. Anika Ziegler freut sich über die Zusagen der allermeisten Schulen. Aus Wolgast sei das Runge-Gymnasium dabei und auf Usedom fehle nur eine einzige Schule. „Viele Schulen haben am 17. Mai einen offiziellen Umwelttag“, informiert die Mentorin.

Ministerpräsidentin eröffnet Projekt

Zentraler Veranstaltungsort ist Zinnowitz. Hier wird die Aktion von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), Umweltminister Till Backhaus (SPD), vom Tourismusminister der Seychellen, Didier Dogley, und vom Usedomer Naturparkchef Ulf Wigger eröffnet. Müll wird am Strand, in der Düne und im Küstenwald gesammelt. Plastikmüll wandert in separate Säcke und wird im Anschluss der Organisation „Pacific Garbage Screening“ zur wissenschaftlichen Auswertung zur Verfügung gestellt.

Am Abend des 17. Mai rundet der „Talk im Preußenhof“ Zinnowitz die Veranstaltung ab. Hier werden unter der Moderation von Joe Grit Winkler Felix Finkbeiner (Gründer von „Plant-for-the-planet“), Frank Schweikert (Deutsche Gesellschaft für Meeresforschung), Marcella Hansch („Pacific Garbage Screening“) und Luisa Neubauer („fridays for future“) als Talkgäste mit von der Partie sein.

Zuspruch vom Naturparkbeirat

Viel Zuspruch bekam die Organisatorin aus dem Kreis des Naturparkbeirates. „Anfangen ist wichtig“ meinte Martina Gamradt, die beim Landkreis im Sachbereich Kreisentwicklung/Wirtschaftsförderung für den Tourismus zuständig ist. Für Naturparkleiter Ulf Wigger „ist die Botschaft des Tages, dass die Generation Z bereit ist, darüber nachzudenken: Greta ganz global und 4000 Schüler hier. Dann ist das ein ganz großer Erfolg. Es stimmt mich positiv, dass die Bereitschaft auf Usedom dafür da ist.“

Dietmar Pühler

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