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Usedom Bekannter Usedomer Türsteher Dag S. offenbar getötet
Vorpommern Usedom Bekannter Usedomer Türsteher Dag S. offenbar getötet
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16:27 09.05.2019
Auf der Insel Usedom soll sich erneut ein Verbrechen ereignet haben. Ein bekannter Türsteher wurde im polnischen Swinemünde tot aufgefunden. Quelle: Tilo Wallrodt
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Ahlbeck

Noch ein Mord auf der Insel Usedom? Am Mittwochvormittag soll im polnischen Swinemünde der bekannte deutsche Türsteher Dag S. auf einer Müllkippe tot aufgefunden worden sein. Der 59-Jährige soll unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen sein, heißt es. Auf einem Parkplatz in Ahlbeck am Rewe-Markt (früher Sky) soll der Wagen des Mannes zwei Tage lang gestanden haben. Am Mittwochabend hat die Polizei das Auto abgeholt, bestätigten Augenzeugen.

Die Staatsanwaltschaft Stralsund konnte am Mittwochabend auf OZ-Nachfrage den Fall weder bestätigen noch dementieren. Erst am Donnerstagvormittag wurde der Leichenfund auf der Insel Usedom bestätigt. Die polnische und die deutsche Polizei arbeiten zusammen, wie Sascha Ott als Sprecher der Stralsunder Staatsanwaltschaft am Donnerstag erklärte. Die Federführung habe die polnische Seite, so der Sprecher. „Wir haben dazu noch keinerlei Erkenntnisse und Informationen“, sagte der stellvertretende Leiter der Behörde, Oberstaatsanwalt Sascha Ott, noch am Mittwochabend.

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Als Sportler aktiv

Dag S., ein gebürtiger Greifswalder, lebte seit etlichen Jahren auf Usedom und war als Türsteher mehrerer Lokale bekannt. Außerdem war er sportlich aktiv. Der Mann war zu DDR-Zeiten ein bekannter Kraftsportler in der Hansestadt Greifswald gewesen, der Siege und Weltmeistertitel holte. Gleich nach der Wende gründete er in Greifswald in der Anklamer Straße über dem Opel-Autohaus eines der ersten Fitnessstudios in der Hansestadt und hatte damit zunächst unternehmerischen Erfolg. Später musste das Fitnessstudio Insolvenz anmelden.

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Danach begann er sich auf die Insel zu konzentrieren und wurde dort der bekannteste Türsteher mehrerer Diskotheken und Bars. Allerdings soll er mehrfach mit dem Gesetz wegen verschiedener Delikte in Konflikt geraten sein. S. galt bei Freunden als jugendlich-sportlicher Kumpel.

Grenzübergreifende Ermittlungen

Die Ermittlungen zu diesem Verbrechen werden nun zunächst die polnischen Behörden führen. Allerdings ist davon auszugehen, dass grenzübergreifend ermittelt wird. Im Seebad Ahlbeck waren am Mittwochnachmittag Fahrzeuge von Bundespolizei und Zoll unterwegs. Ob die Fahrten durch den Ort mit der Tat in Zusammenhang stehen, ist nicht bekannt.

Wenn es sich bestätigen sollte, dass der Mann ermordet wurde, ist es bereits der zweite Fall innerhalb weniger Wochen auf der beliebten Urlaubsinsel. Erst Mitte März war im Ostseebad Zinnowitz die schwangere 18-jährige Maria K. erstochen worden. Die beiden mutmaßlichen Täter, zwei junge Männer (19 und 21 Jahre) aus ihrem Bekanntenkreis sitzen derzeit in Untersuchungshaft.

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