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Usedom Beschlossen: Lückenschluss in Wolgast
Vorpommern Usedom Beschlossen: Lückenschluss in Wolgast
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00:00 31.05.2017
Im November 2014 waren die Kellergewölbe auf dem Grundstück Steinstraße 15 eingeebnet worden. Der von der WoWi geplante Neubau soll nicht unterkellert werden. Quelle: Foto: Tom Schröter
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Wolgast

Seit dem Abriss der Brandruine des früheren Hotels „Deutsches Haus“ in den 1990-er Jahren klafft in der Steinstraße 15 in Wolgast eine Baulücke. Nun zeichnet sich eine Lösung für das Grundstück ab. Am Montag habe der Aufsichtsrat der Wohnungswirtschafts GmbH Wolgast (WoWi) einstimmig den Beschluss gefasst, die Lücke durch den Bau eines Wohn- und Geschäftshauses zu schließen, teilt WoWi-Geschäftsführer Jan Koplin mit. „Wir wollen das etwa 800 Quadratmeter große Grundstück noch in diesem Jahr von der Stadt erwerben und so schnell wie möglich mit den Planungen beginnen“, so Koplin.

Wohnungswirtschafts GmbH will Wohn- und Geschäftshaus in der Steinstraße 15 errichten

Beabsichtigt sei die Errichtung eines Gebäudes mit einer Gewerbeeinheit im Erdgeschoss und zwei darüber befindlichen Vollgeschossen, in denen sich insgesamt zehn barrierefrei gestaltete Wohnungen befinden sollen. „Komfortabler Wohnraum in der Wolgaster Innenstadt ist stark nachgefragt. Besonders begehrt sind barrierefreie Wohnungen mit Balkonen“, berichtet Koplin. Auf der der Stadtmauer zugewandten Hofseite sei am geplanten Neubau die Anordnung von Balkonen beziehungsweise Terrassen möglich. Die in Richtung Steinstraße befindlichen Wohnungen, so eine Empfehlung des WoWi-Geschäftsführers, könnten alternativ mit kleinen Loggien ausgestattet werden. Der Eingang zu den Wohnungen und Autostellplätze sollen sich ebenfalls auf der Hofseite befinden.

Falls die Zeit es zulässt, erwägt die WoWi die Auslobung eines Architektenwettbewerbs, um praktikable Vorschläge zur Gestaltung des Neubaus an der so markanten Stelle in der Innenstadt zu bekommen.

Als Bauzeit ist etwa ein Jahr veranschlagt. Frühestens im Jahr 2019 könnten die Planungen in die Realität umgesetzt sein.

„Grobe eigene Schätzungen gehen von einer Investitionssumme inklusive Grundstückskauf von etwa 2,4 Millionen Euro aus“, sagt Jan Koplin. Damit wage sich die WoWi, abgesehen von der Wohnanlage Belvedere, an ihre bisher größte Einzelobjekt-Investition. „Dank der Jahresergebnisse der WoWi von 2015 und 2016 und der erzielten finanziellen Überschüsse sind wir wieder finanziell stark genug, ein solches Vorhaben anzugehen“, meint der Geschäftsführer. In den Vorjahren habe die WoWi, zu der aktuell 3840 Wohnungen gehören, zunächst die Altanschlussbeiträge für Abwasser in Höhe von 2,3 Millionen Euro an den Zweckverband abführen und anschließend eine Konsolidierungsphase durchlaufen müssen.

Teilnehmer des Wolgast-Forums, das sich mit einer Belebung und einer Vermarktungsstrategie für die Innenstadt befasst, hatten einen Umbau des Bretterzaunes vorgeschlagen, der die Baulücke von der Fußgängerzone trennt. Dieser Plan, so sagt Initiator und „Postel“- Geschäftsführer Martin Schröter, werde angesichts der Pläne der WoWi nicht mehr in Gänze umgesetzt. „In Arbeit ist aber auf jeden Fall unsere kleine Konzertmuschel für Straßenmusiker, die wir in die Bretterwand integrieren wollen.“ Diese könne später problemlos ab- und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden.

Tom Schröter

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