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Usedom Bestohlener Metallbauer: Sechs Einbrüche — jetzt reicht‘s!
Vorpommern Usedom Bestohlener Metallbauer: Sechs Einbrüche — jetzt reicht‘s!
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00:00 19.03.2016
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Bannemin

Peter Wamser ist schon oft bestohlen worden — fünf Mal. Er hat es verkraftet, auch wenn es für ihn teuer wurde. Doch jetzt, das sechste Mal, „hat es mich ins Mark getroffen“, sagt der Handwerker, der in Bannemin nahe der Kreuzung auf dem Gelände des Reiterhofes seine Werkstatt hat. „Jetzt reicht‘s!“.

Dem Metallbauer & Metallbildner, wie sich der Selbstständige nennt, ist von seinem Boot, das er in einer nahen Halle gut versteckt lagerte, der Motor gestohlen worden. Darüber hinaus sind am Bootskörper weitere Schäden entstanden, die sehr viel Arbeitszeit und Geld in Anspruch nehmen werden. Aber das sieht Wamser eher zweitrangig. „Das Boot, ein DDR-Oldtimer ,Ibis‘, besitze ich seit vier Jahren. Es ist ein Hingucker und mein privates Rückzugsgebiet geworden. Wenn mir die Arbeit zu viel wurde, bin ich rausgetuckert und hab‘ mich langgemacht“, erzählt er. Zudem trägt es den Namen „Schatz Ayleen“. So heißt „meine geliebte Enkeltochter. Sie ist sieben und unsere größte Freude.“

Peter Wamser ist 60, wohnt in Zinnowitz, ist verheiratet, hat Kinder und Enkel. Seit zwölf Jahren ist er selbstständig, ist sozusagen Einzelkämpfer und arbeitet hart. „Zwölf bis 14 Stunden jeden Tag“, sagt er. Metallbauer wollte er schon immer werden. Früher, bei der Vostra in Trassenheide, hat er mit seinen Kollegen Fischverarbeitungsautomaten gebaut. „Die waren gut und wurden auch ins Ausland exportiert.“ Gearbeitet hat Wamser immer gerne. Und er hat goldene Hände. Wohl deshalb auch hat er sein Hobby zum Beruf gemacht. Edelstahl ist sein Metier. „Ich baue nur Einzelstücke, die sind was für Liebhaber.“ Ein Teil seiner Ausstellung steht gut sichtbar am Rande der B 111 in Bannemin. Aber darum geht es dem Handwerker nicht.

„Die Diebe werden wiederkommen“, glaubt Peter Wamser, und: „Wir müssen was dagegen tun!“ Er geht davon aus, dass die Polizei überfordert ist. „Die können das gar nicht schaffen.“ Überall auf der Insel in fast allen kleinen Häfen, weiß Wamser, werden Boote, Bootsmotoren oder andere wichtige Teile von Booten gestohlen. „Das wird nicht aufhören. Ich hab‘ jetzt richtig Angst“, sagt er. Der Mann glaubt, dass der einzige Weg, der ist, sich mit Bootsbesitzern zusammenzusetzen und miteinander zu reden. Es gehe um die Frage, was man dagegen tun könne. Wamser schwebt beispielsweise vor, eine Interessengemeinschaft zu gründen, die eine gewisse Summe Geld in einen gemeinsamen Topf wirft, um davon möglicherweise einen Privatdetektiv zu bezahlen. Sicher gäbe es von Interessierten auch gute Hinweise, den Kriminellen dasa Leben so schwer wie möglich zu machen. Peter Wamser hofft jetzt auf eine Reaktion der Wassersportler, die wie er betroffen und gewillt sind, etwas zu unternehmen.

Von Stefan Brümmer

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