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Usedom Betreutes Wohnen statt Großraumdisko: Abriss des „Genesis“ hat begonnen
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Betreutes Wohnen statt Großraumdisko: Abriss des „Genesis“ hat begonnen 

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18:14 22.02.2020
Hier ging in den 1990ern und 2000ern die Post ab: Die Reste der Großraumdisko „Genesis“ Quelle: Anne Ziebarth
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Wusterhusen

Die Tage der ehemaligen Großraumdisko „Genesis“ sind schon lange vorbei, jetzt verschwinden auch die letzten Gebäudeteile. Die Abrissarbeiten mitten im Ort Wusterhusen haben begonnen, wo in den 1990ern und 2000ern wilde Partys gefeiert wurden, sind nur noch Schutthaufen und Gebäudereste zu erkennen. Sogar die Miss Mecklenburg-Vorpommern wurde hier gewählt, für unzählige Greifswalder gehörten die Veranstaltungen dazu. Doch die „Diskozeit“ ging zuende, 2012 schloss das „Genesis“ seine Türen für immer – Über ein Jahrzehnt war das „Genesis“ durch den Greifswalder Rechtsanwalt Uwe Degen-Gellenbeck zwangsverwaltet worden. Das Grundstück sei mit zwei Millionen Euro belastet, hieß es.

Die letzten Reste werden abgerissen

Betreutes Wohnen statt Disko

Mittlerweile hat sich eine Investorengesellschaft, der auch Wusterhusens Bürgermeister Burkhard Köpnick angehört, mit der Bank geeinigt. Entstehen sollen hier einmal Seniorenwohnungen, erläuterte Köpnick 2019 gegenüber der OZ. Eigentlich sollten die Bauarbeiten bereits im vergangenen Jahr beginnen, doch beim Abrissbeginn stellte sich heraus, das ein Fledermausgutachten fehlte. „Nicht nur das Gutachten ist da, es wurden sogar bereits die nötigen Ausgleichsmaßnahmen getroffen und Fledermauskästen befestigt“, sagt Heiko Schmidt vom Rechtsanwaltsbüro Hardtke als Vertreter der Investorengruppe. „Die Bauarbeiten beginnen jetzt, weil das Gebäude nicht als Winterschlafplatz der Tiere dient, sondern als Tagesruheplatz.“ Die Investoren haben eine Bauanfrage gestellt, man müsse sehen, ob noch Anpassungen vorgenommen werden müssten. Im Sommer plane man, die Baugenehigung zu stellen.

Genesis in Wusterhusen eröffnete 1991

Die erste Diskothek nach der Wende war das 1991 eröffnete Genesis übrigens nicht. Eine Woche früher machte das „Fly In“ in Schönwalder Gaußstraße auf. Auch eine Insitution, die schon lange geschlossen ist, später folgten hier das Soundgarden und das Bexx. Nach der Schließung 2012 verfiel das „Genesis“ zusehends, es wurde in das Gebäude eingebrochen, es wurde als Schlafplatz und Müllhalde genutzt.

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Von Anne Ziebarth

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