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Usedom Blumen zum Abschied für Schwester Gitti in Kröslin
Vorpommern Usedom

Blumen zum Abschied für Schwester Gitti in Kröslin

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12:39 17.12.2019
Bunte Blumen und herzliche Worte gab es zum Abschied von Schwester Brigitte Goose (2.v.l.) von ihrem Chef Dipl.-Med. Stefan Reim und den Kolleginnen Doreen Seefeldt (l.) und Cindy Ganzow. Quelle: Tom Schröter
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Kröslin

Brigitte Goose ist die gute Seele in der Arztpraxis von Dipl.-Med. Stefan Reim in der Krösliner Seestraße. „Gitti ist für mich schon immer die erste Kraft gewesen und hat in guten und in schlechten Zeiten immer zur Praxis und zu mir gestanden“, lobt der Allgemeinmediziner seine treue Mitarbeiterin. Dennoch hieß es am Dienstag Abschied nehmen von Schwester Gitti, die offiziell ihren letzten Arbeitstag hatte und in Rente geht.

Seit Januar 1991 versah Brigitte Goose in der Praxis ihren Dienst – zunächst in der früheren Gemeindeschwester-Station in der Krösliner Gartenstraße und ab August 1993 dann im neuen Praxisgebäude an der Seestraße. „Als gelernte Kinderkrankenschwester bedeutete das damals schon eine Umstellung für mich, da ich plötzlich bei Erwachsenen Blut abnehmen musste. Aber ich habe mich in den fast 29 Jahren eingefuchst“, erklärt die gebürtige Lubminerin mit einem Augenzwinkern.

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Büroarbeit, Datenerfassung, Funktionsdiagnostik, Verbände legen – das Arbeitspensum, das auf Schwester Gitti täglich wartete, war enorm. „Und es geht immer auch darum, tröstende Worte für den Patienten zu finden und zu zeigen, dass man mitfühlt. In einer kleinen Dorfpraxis ist dies besonders wichtig“, ergänzt die 63-jährige Spandowerhagenerin. „In den großen Fachpraxen, so ist mein Eindruck, nimmt der Pragmatismus leider immer mehr zu“, fügt bedauernd ihr 59-jähriger Chef hinzu, der seiner Krankenschwester auch dafür dankbar ist, dass sie Schwester Doreen Seefeldt gut eingearbeitet habe.

Krankenschwester, so erzählt Brigitte Goose, sei immer ihr Traumberuf gewesen. Dass ihr der Umgang mit den Menschen obendrein große Sympathien einbrachte, beweisen kleine Geschenke, die ihr Patienten nun zum Abschied machen. Stundenweise will sie noch eine Zeit lang in der Praxis weiterarbeiten. „Unser Praxisbetrieb geht also normal weiter“, betont Stefan Reim.

Für ihre freie Zeit hat Brigitte Goose, die zweifache Mutter ist und fünf Enkelkinder hat, schon Pläne: „Wir haben ein großes Haus, verreisen gerne und sind auch mit unseren Enkeln gern zusammen. Ich werde die Zeit schon rumkriegen.“

Von Tom Schröter