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Usedom Breitband für Lassan und Ortsteile vorgestellt
Vorpommern Usedom Breitband für Lassan und Ortsteile vorgestellt
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08:38 15.05.2019
Michael Notbohm (links) von der Landwerke MV Breitband GmbH zeigt Martin Pfeil aus Papendorf eines der zu installierenden Glasfaserkabel. Quelle: Tom Schröter
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Lassan

Bis zum Jahresende 2020 soll die Stadt Lassan inklusive ihrer Ortsteile mit einem Breitband-Netzwerk versehen und somit an das schnelle Internet angeschlossen werden. Unterstützt wird das Vorhaben durch den Bund, der den Breitbandausbau deutschlandweit aus Steuermitteln fördert. 

Im Falle von Lassan, dies haben Voruntersuchungen ergeben, sind 851 Hausanschlüsse förderfähig, teilt Michael Notbohm von der Landwerke MV Breitband GmbH mit. Das in Neustrelitz ansässige Unternehmen ist für die Planung, den Bau und den Betrieb des künftigen Breitbandnetzes verantwortlich. Förderfähig, so Notbohm, seien demnach nur Hausanschlüsse, die momentan nicht mit einem Datenfluss von mindestens 30 Mbit/s versorgt werden können.

Notbohm: Trassen werden momentan geplant

Wo konkret die Versorgungstrassen in Lassan und den Ortsteilen verlaufen werden, wird laut Notbohm derzeit geplant. In dieser Woche machte der Netzbetreiber während einer Einwohnerversammlung im Lassaner Schützenhaus potenzielle Kunden mit den Zielen des Gesamtprojekts vertraut. Auch wurde, falls Interesse an einem Anschluss an das moderne Glasfasernetz besteht, dafür geworben, einen Beratungstermin mit dem künftigen Versorger zu vereinbaren. Denn: Um das Breitbandkabel direkt bis ins Haus verlegen zu können, benötigt das Unternehmen die Einverständniserklärung des jeweiligen Grundstückseigentümers.

Das zu bauende Netz und die Hausanschlüsse sind für die potenziellen Nutzer kostenfrei. Für die Versorgung mit schnellem Internet gelten später verschiedene Tarife. So soll zum Beispiel ein Paket mit einem Datenfluss im Up- und Download von 50 Mbit/s und Telefonie ins deutsche Festnetz monatlich 35 Euro kosten.

Unter den anwesenden Lassaner Anliegern sorgte das Kriterium für die Förderfähigkeit der Anschlüsse für Kritik beziehungsweise Unverständnis. Manch einer würde sein Wohngebäude oder seinen Firmensitz gern an das Breitbandnetz anschließen lassen, um sich für die Zukunft zu wappnen, für die stetig wachsende Übertragungsraten vorausgesagt werden, verfügt aber bereits über einen Anschluss eines anderen Versorgers mit einem Potenzial von knapp über 30 Mbit/s. Notbohm betonte mehrfach: „In einem solchen Fall sind uns leider die Hände gebunden. Würden wir auch Sie anschließen, würden wir gegen die Förderbedingungen verstoßen uns uns strafbar machen.“

Auch entlegene Gehöfte werden angebunden

Andererseits, so informierte Notbohm auf Nachfrage, würden auch entlegene Gehöfte ins Breitbandnetz eingebunden, sofern diese bisher über keine Versorgungsmöglichkeit mit mindestens 30 Mbit/s verfügen. Beim Aufbau des Glasfasernetzes, so unterstrich Tilo Kühnel vom Sachgebiet Breitband des Landkreises Vorpommern-Greifswald, gehe es nicht in erster Linie um Wirtschaftlichkeit, sondern um Versorgungssicherheit.

Notbohm riet den Kritikern, zunächst auch einen Antrag auf Breitband-Versorgung zu stellen. Die Landwerke MV Breitband GmbH prüfe generell jeden Antrag noch einmal auf Umsetzbarkeit. Welche Häuser förderfähig sind, sei überdies im Internet auf der Homepage www.kreis-vg.de/wirtschaft/breitbandausbau einsehbar. Zum Vergleich: In der Gemeinde Buggenhagen sind 130 und in der Gemeinde Rubkow 304 Hausanschlüsse als förderfähig eingestuft.

Der Ausbau des Breitbandnetzes in der Region Vorpommern-Greifswald geht auf einen Beschluss des Kreistages vom 13. März 2017 zurück. Damals hatte der Kreistag die Verwaltung beauftragt, die Ausschreibung des ambitionierten Vorhabens auszuschreiben und vorzubereiten.

Tom Schröter

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