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Usedom Buggenhagen bekommt 2019 Märchenschloss
Vorpommern Usedom Buggenhagen bekommt 2019 Märchenschloss
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14:02 18.02.2019
Eugenia Freese, museumspädagogische Leiterin des Till-Richter-Museums, zeigt Fotografien von Katerina Belkina zum Thema Frau Holle. Quelle: Tom Schröter
Buggenhagen

Schloss Buggenhagen erwacht allmählich aus dem Winterschlaf. Die steigende Frühlingssonne durchflutet die großen Fenster der Veranda und im frisch angefeuerten neuen Kamin-Duo knistert es dezent, während Dr. Till Richter seine Pläne für die Ausstellungssaison 2019 offeriert. Die Vernissage ist am 20. April um 14 Uhr.

Der 46-jährige Kunsthistoriker, der 2012 den einstigen Herrensitz derer von Buggenhagen im Lassaner Winkel kaufte und hier ein Museum einrichtete, sprudelt vor neuen Ideen. Richter bringt internationale Kunst ins Land und achtet dabei strikt auf Talent und Genrevielfalt. Bei der Umsetzung kann er auf seine Partnerin Eugenia Freese zählen, Gymnasiallehrerin für Deutsch und Englisch, die in Buggenhagen als museumspädagogische Leiterin fungiert.

„In diesem Jahr soll sich das Herrenhaus in ein Märchenschloss verwandeln“, verkündet Eugenia Freese. Fotografien der Künstlerin Katerina Belkina werden Einzug halten und den Betrachter eintauchen lassen in die Grimmsche Märchenwelt. Die russischstämmige Fotografin und Malerin, Jahrgang 1974, wählte als Kulissen urige Wäldler, einsame Feldraine und verschwiegene Seeufer, um bekannte Märchenszenen etwa aus „Schneeweißchen und Rosenrot“ oder „Frau Holle“ in ungewohnter Pose auf Zelluloid zu bannen. Dass sie sich dabei bravourös zwischen bildender Kunst und Fotografie bewegt, beweisen jüngste Auszeichnungen. 2015 belegte Belkina den 1. Platz beim Internationalen Lucas-Cranach-Preis für ihr Werk „Die Sünderin“; ein Jahr später heimste sie den begehrten „Hasselblad Masters 2016“ in der Kategorie „Kunst“ ein.

Till Richter vor einem Maya-Rubbing der Künstlerin Joan Patten. Insgesamt sind in Buggenhagen während der diesjährigen Saison 25 dieser Arbeiten ausgestellt. Quelle: Tom Schröter

Nicht weniger interessant sind die Druckgrafiken, die Michael Mogavero aus Texas (USA) mitbringt, wenn er am 15. April in Deutschland aus dem Flieger steigt und Kurs auf Buggenhagen nimmt. „Es handelt sich um am Computer hergestellte Arbeiten, deren Grundlage italienische Renaissancebilder bilden“, so Till Richter, der Magavero aus seiner eigenen Lehrtätigkeit in den Vereinigten Staaten persönlich kennt und sich schon auf das Wiedersehen freut.

Jonathan Blaustein aus Taos in New Mexico gilt als ein renommierter international bekannter Künstler, der seine Werke bereits in vielen Galerien und Museen in den USA und auch auf Festivals in Europa ausgestellt hat. Auf Schloss Buggenhagen zeigt er eine Kollektion aus seiner konzeptionellen Fotoserie „The Value of a Dollar“ („Im Wert von einem Dollar“), die 2010 via Internet durch die New York Times veröffentlicht und in aller Welt verbreitet wurde. Nahrungsmittel stehen hier im Fokus, weshalb Blaustein einen Dialog über Globalisierung und gesunde Ernährung in Gang setzte. „Prof. Dr. Elisabeth Steinhagen-Thiessen vom Wolgaster Kreiskrankenhaus wird als ausgewiesene Expertin dazu einen Vortrag zum Thema Fettstoffwechsel und gesundheitliche Risiken halten“, verkündet Richter.

Die Bilder von Gerhard Mantz (65) wiederum zeigen, nachdem sich der Künstler bisher unter anderem mit Landschaften beschäftigt hat, künstlich anmutende menschliche Figuren, so genannte Avatare, die den Betrachter emotional berühren und auf fast magische Art in ihren Bann ziehen. Hier schließt sich dann geschickt der Kreis zu Katerina Belkinas märchenhaften Impressionen.

Künstler Wolfgang Ganter macht im Rahmen eines Projekts Kinder aus Lassan und Umgebung per Mikroskop mit winzigen biologischen Strukturen vertraut. Quelle: privat

„Wir möchten in dieser Saison außerdem zu Lesungen Grimmscher Märchen einladen, wobei wir Vorleser aus der Region suchen und einen Aufruf starten, sich bei uns zu melden“, ergänzt Eugenia Freese. Die 35-Jährige geht mit gutem Beispiel voran und initiierte schon mehrere Kunstprojekte auch in Kooperation mit dem Grundschulförderverein „Lütte Sprösslinge Lassan“. Im kommenden Wochenende zum Beispiel findet im Lassaner Vereinshaus ein Projekt zum Thema „Kunst & Wissenschaft“ seine Fortsetzung. „Hier geht es um Upcycling, also um die Wiederverwendung von Müll, verbunden mit dem Grundgedanken, künftig weniger Müll zu produzieren“, erklärt die Projektleiterin das Anliegen.

Tom Schröter

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