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Usedom Karlshagen: Bundesstiftung lädt Einsatzkräfte zum Grillabend ein
Vorpommern Usedom Karlshagen: Bundesstiftung lädt Einsatzkräfte zum Grillabend ein
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15:54 08.09.2019
Die DBU bedankte sich am Freitagabend mit einem großen Grillfest bei allen Einsatzkräften, die Ende Juni bei dem Waldbrand in Peenemünde dabei waren. Quelle: Hannes Ewert
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Karlshagen

Mit der 1. Pommerschen Blaskapelle, leckerem Wildschwein, saftigen Steaks, knackigen Bratwürsten und frisch gezapftem Bier bedankte sich am Freitagabend die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) bei rund 150 Feuerwehrleuten von der Insel Usedom und dem Festland für ihren Einsatz beim großen Waldbrand in Peenemünde. Austragungsort dieses Festes war das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in Karlshagen.

Rund 150 Feuerwehrleute kamen am Freitagabend nach Karlshagen. Im Gerätehaus der Feuerwehr hatte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt zum Dankeschön-Abend eingeladen.

Ende Juni brannte auf einer Fläche von rund vier Hektar der Wald in dem munitionsbelasteten Gebiet auf Höhe des Parkplatzes Kienheide. Die Ursache des Feuers ist bis heute unklar. Klar ist: Es war an dem besagten Tag sehr heiß. Zwei Tage dauerten die Löscharbeiten und fünf Tage danach hatten Mitarbeiter der DBU immer noch damit zu tun, kleinere Glutnester zu beseitigen. Bis heute hat sich ein Teil der Natur von dem Brand erholt, denn stellenweise wächst in dem sandigen Untergrund wieder Gras. Ob manche Bäume, die an den Stämmen sehr verkohlt sind, das nächste Frühjahr blühend erleben, ist noch unklar.

Dankende Worte für alle Einsatzkräfte

Dr. Jörg Tillmann, der bei der DBU Naturerbe das Thema Offenland und Landwirtschaft sowie Wildmanagement betreut, bedankte sich im Namen aller Kollegen für den hervorragenden Löscheinsatz bei den Feuerwehrleuten. Tillmann berichtet den Männer und Frauen von neuen Vorgehensweisen bei eventuellen weiteren Einsätzen. „Die hohe Waldbrandgefahr und die ausgebrochenen Brände dieses und vergangenen Jahres haben die DBU veranlasst, zusammen mit unseren Partnern in den Flächen –dem Bundesforst –deutschlandweit die vorliegenden Brandschutzkonzepte zu überdenken und gegebenenfalls zu optimieren“, sagt er. In diesem Zusammenhang wird durch den Bundesforst geprüft, wo Wege-Konzepte für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sind und dann bei Notwendigkeit eingerichtet.

 

Großer Andrang herrschte am Grillstand. Alle holten sich etwas Schmackhaftes zu essen. Quelle: Hannes Ewert

Tillmann bat um Nachsicht, dass es beim Brand zunächst zu Irritationen zwischen den Behörden und den Feuerwehrleuten kam, da die Betretbarkeit der Waldbrandflächen erst nach dem Prüfen gewährleistet werden konnte. So verging wertvolle Zeit und die Flammen breiteten sich immer weiter aus.

Neue Fahrzeuge für Peenemünde, Zinnowitz und Trassenheide

Neben dem Karlshagener Bürgermeister Sven Käning und seinem Amtskollegen Rainer Barthelmes aus Peenemünde waren Vertreter vom Landkreis Vorpommern-Greifswald und des Amtes Usedom Nord vor Ort. Bernd Meyer, Leiter des Ordnungsamtes und zuständig für alle Feuerwehren im Amtsbereich, hatte auch noch eine gute Nachricht im Gepäck. „Am Donnerstag kommt das neue Tanklöschfahrzeug von Trassenheide. Die Kameraden holen es Ende der Woche ab. Die Feuerwehr muss sich allerdings noch mit der Technik vertraut machen. Ende Oktober wird das Fahrzeug offiziell übergeben und eingeweiht“, sagt er. Das Fundament für die Behausung des neuen Autos wurde in der vergangenen Woche gegossen. „Das neue Tanklöschfahrzeug für die Zinnowitzer Feuerwehr befindet sich in der Produktion und die Arbeiten für das neue Auto in Peenemünde werden derzeit ausgeschrieben. Die Peenemünder erhalten ihr Auto Ende 2020, die Zinnowitzer voraussichtlich im dritten Quartal kommenden Jahres. Die Gesamtinvestitionen liegen bei 1,5 Millionen Euro“, so Meyer.

Revierförster kam mit vielen ins Gespräch

Bei allen Kameraden herrschte am Freitag allgemeine Zufriedenheit und Dankbarkeit darüber, dass solche großen Einsätze mit einem Grillfest gewürdigt werden. „Ich freue mich, mit vielen ins Gespräch zu kommen und Eindrücke des Einsatzes noch einmal zu reflektieren“, sagte Uwe Wobser, Revierleiter vom Bundesforstbetrieb Vorpommern-Strelitz, der als Eigentümervertreter beim Waldbrand erster Ansprechpartner vor Ort gewesen war.

Von Hannes Ewert

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