Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Damen aus Ahlbeck hängen an der Nadel
Vorpommern Usedom Damen aus Ahlbeck hängen an der Nadel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 09.12.2015
Anzeige
Ahlbeck

Dienstagnachmittag ist wieder Zeit für die Nadel. Ab 14 Uhr treffen sich die näh- und strickfreudigen Ahlbecker Frauen im Ostseebad. Dann sitzen sie zusammen, alle vereint, die sich die Handarbeit zum Hobby machten.

„Natürlich schauen wir uns dabei noch einiges voneinander ab. Jeder schlägt mal eine Verbesserung vor und wir fachsimpeln viel“, erzählt Ursula Priem, die zum Kulturbund gehört. „Kindersachen kommen immer gut an. Mützen, Schals und Handschuhe aber auch Kummerkissen“, weiß Erika Deckerdt. Das Repertoire der Frauen ist schier unendlich — genauso wie ihre Ideen, was aus Wolle alles entstehen kann:

Körbchen, Sterne, Wollsocken für die Männer, Handytaschen für die Enkelkinder.

Tunesisches Häkeln macht Hannelore Heidemann große Freude. Sie schaut Strick-Freundin Helga Blandau interessiert zu. Spiralsocken sind die Spezialität von Ingeborg Korth — und Margarete Wergin? Sie ist wohl eher der ruhige Pol im Team. Als Expertin für Strickerei gilt Ruth Eckwert. Die älteste Frau der Gruppe ist Ruth Stöwhaas (85). Sie kann leider aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr stricken, kommt aber trotzdem zu den Treffen. Die fröhliche Atmosphäre mag sie nicht missen.

Helga Miersch ist nicht zu überhören, während Gertraute Krumtung sich mit Witzen an diesem Nachmittag etwas zurück hält — das ist sonst nicht so, verraten die Frauen schmunzelnd.

Freude kommt auf, als die Kaffeezeit näher rückt. Der selbstgebackene Kuchen schmeckt immer lecker, darin sind sich die elf Frauen einig. Natürlich gibt es auch den dazugehörigen Kaffeeklatsch. Die OSTSEE-ZEITUNG wird gern gelesen, regt aber auch zur Kritik an. Warum stehen die Infos zu Veranstaltungen des Kulturbundes und der Volkssolidarität kaum in der Zeitung? Wo sind sie nur geblieben, die Kegelbahn und das Kino in Ahlbeck? Früher sei alles irgendwie ein bisschen schöner gewesen. Soll das ewig verwaiste Haus Potsdam gegenüber der Seebrücke nun doch noch fertiggestellt werden, fragen sich die Damen während die Maschen aufgenommen werden und neue Muster unter ihren Händen entstehen? „Ob wir das noch erleben?“, murmeln sie leise. Natürlich wird auch über die große Politik geredet — zurzeit über die Terroranschläge in Paris. Die Frauen sind Nachkriegskinder und sich einig: „ Nein, Krieg wollen wir nie wieder erleben!“ Es ist Zeit, um sich etwas abzulenken. Die Nadeln klappern im Takt.

Die Zeit der Weihnachtsfeiern hat begonnen. Selbst gefertigte Geschenke sind beliebt und sollen bei Weihnachtsbasaren und anderen Veranstaltungen für Freude sorgen. Aber: „Durch die große terminliche Belastung ist ein Treffen im Club der Volkssolidarität und des Kulturbundes in jeweils eigenständiger Form leider geplatzt. So viele Frauen sind wir mittlerweile nicht mehr“, verrät Leiterin Petra Brüssow etwas traurig.

Aber die, die geblieben sind, sind fast schon süchtig nach den gemeinsamen Stricknachmittagen. Das beweist Helga Miersch als sie abschließend sagt: „Ich möchte den Dienstag einfach nicht missen. Da ist es mir fast egal, wer bei unseren Treffen den Hut auf hat. Die Volkssolidarität oder der Kulturbund, wir passen hier alle recht gut zusammen.“



Gert Nitzsche

Gemeindevertreter beschlossen, die Sätze dem Landesdurchschnitt anzupassen

09.12.2015

Der Inselnorden braucht ein neues Versorgungskonzept für Trinkwasser / Gebühren für das Jahr 2016 bleiben stabil / Neue Kalkulation erst 2017

09.12.2015

Wolgast Der Lions-Club Wolgast „Philipp Otto Runge“ wird aktiv den Weihnachtsmarkt in Wolgast am kommenden Wochenende unterstützen.

09.12.2015