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Usedom Dauerkrieg in Trassenheider Klinik: Leiden Patienten?
Vorpommern Usedom Dauerkrieg in Trassenheider Klinik: Leiden Patienten?
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21:21 11.03.2014
Die Trassenheider Dünenwald Klinik wirkt von außen idyllisch, aber hinter den Kulissen brodelt es. Quelle: Alexander Müller
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Trassenheide

Schlimme Zustände in der Mediclin Dünenwald Klinik in Trassenheide auf Usedom: Weil seit über einem Jahr ein Dauerkrieg zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung herrscht, soll eine angemessene Patientenversorgung nicht mehr in jedem Fall gewährleistet sein. Entzündet hat sich der Konflikt an dem Vorwurf der Arbeitnehmervertretung, dass einige Abteilungen chronisch unterbesetzt und deswegen die Mitarbeiter überlastet seien. Die Chefetage sieht das anders und hat zum Gegenschlag angesetzt. Beispielsweise wurde Betriebsräten Geld vom Gehalt abgezogen, weil sie einen aus Sicht der Chefs zu großen Teil ihrer Arbeitszeit dafür aufwendeten, sich für die Mitarbeiter der Klinik einzusetzen. „Die Mitbestimmung soll unterdrückt werden“, sagt ein Insider. „Der Betriebsrat hat seine vertraglichen Arbeitspflichten nicht erfüllt. Es kam zu Patientenbeschwerden“, entgegnet die Klinikleitung.

Der Konflikt könnte auf dem Rücken der Patienten ausgetragen werden. Auf Bewertungsportalen im Internet häufen sich negative Rezensionen über die Dünenwald Klinik. Dort ist von „Massenabfertigung“, immer weniger Therapien und einem teilweise rüden Umgangston die Rede. Die Klinikleitung kennt die Probleme: „Die Patientenversorgung muss gewährleistet sein. Und das ist angesichts der Schwierigkeiten hier ein immer größeres Problem“, sagt der kaufmännische Direktor Holger Kötzsch. In dem Haus werden Menschen mit körperlichen Problemen wie Herz-und Kreislauferkrankungen behandelt. Aber auch Leute mit psychischen Leiden kommen nach Trassenheide. Zur Belegschaft gehören 110 Mitarbeiter. Der Mediclin–Konzern ist mit über 8000 Betten einer der größten Reha-Anbieter in Deutschland.

Höhepunkt des Streits ist ein angebliches internes Rundschreiben eines Arztes, das der OZ vorliegt. Darin fordert er die Geschäftsleitung auf, damit aufzuhören, mit „unmoralischen Angeboten“, wie einer Gehaltserhöhung, an ihn heranzutreten, damit er aus dem Betriebsrat austritt. Direktor Holger Kötzsch streitet solche Angebote ab. „Das ist falsch und völlig abwegig.“



Alexander Müller

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