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Usedom Die rote Fahne auf dem Turm signalisiert Badeverbot
Vorpommern Usedom Die rote Fahne auf dem Turm signalisiert Badeverbot
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00:00 07.07.2015
Am Swinemünder Strand ist jetzt Hochsaison. Für die Sicherheit der Badegäste ist vorgesorgt. Fotos (2): Radek Jagielski
Am Swinemünder Strand ist jetzt Hochsaison. Für die Sicherheit der Badegäste ist vorgesorgt. Fotos (2): Radek Jagielski
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Swinemünde

In Swinemünde hat jetzt mit dem Start der zentralen Sommerferien die Hochsaison begonnen. Unterhalb der Promenade werden zwei Strandabschnitte von den Rettungsschwimmern des Freiwilligen Wasserrettungsdienstes (WOPR) überwacht. Die Abschnitte befinden sich zwischen der Prusa-Straße und der Powstanców-Slaskich-Straße sowie unterhalb der Interferie-Allee.

Überwachter Badespaß wird außerdem in Ostswine (Warszów/ Insel Wollin) garantiert. Bis in die erste Septemberwoche sind die Wachtürme der rund 30 Rettungssschwimmer täglich zwischen 10 und 17

Uhr besetzt.

Das heißt allerdings nicht, dass außerhalb dieser Zeiten keine Hilfe kommt. Zur Alarmierung wurde die Notrufnummer 601-100-100 eingerichtet. Auf der Webseite www.ratunek.eu ist eine kostenlose App erhältlich, die sich automatisch mit dem Wasserrettungsdienst verbindet. Die genaue Lokalisation des Anrufers wird dabei mit einer Genauigkeit von bis zu drei Metern angegeben. So kann in wenigen Minuten Hilfe erfolgen.

Die Wasserrettungstürme am Swinemünder Strand wurden in Abständen von 100 Metern aufgestellt. Jeder Turm hat eine Drei-Personen-Besatzung und ist mit einem Boot, einem Rettungsring, einer Hausapotheke und einem Rettungsbrett ausgestattet.

Die Gefahralarmierung auf dem Turm funktioniert per Beflaggung. Die rote Fahne bedeutet Schwimmverbot. In Polen wird die rote Fahne bei hohen Wellen, Starkwind, gefährlicher Strömung, niedriger Wassertemperatur (unter 15 Grad Celsius), Blaualgen oder bei plötzlichem Wetterumschlag aufgezogen. „Man muss bedenken, dass es bei niedriger Temperatur sehr schnell zum Auskühlen des Körpers, Herzinfarkt oder Muskelkrämpfen kommen kann”, sagt Krzysztof Witków, WOPR-Rettungsschwimmer.

An den Swinemünder Stränden sind Hunde erlaubt. Am Eingang der Uzdrowiskowa-Straße, nahe der Mühle, wurde eine zweisprachig ausgeschilderte 1000 Quadratmeter große Strandfläche für Tiere freigehalten. Hier gibt es kostenlose Behälter zum Aufräumen der Hinterlassenschaften von Hunden.

Für ausländische Touristen wurden spezielle Sicherheitsrufnummer eingerichtet. Unter ☎ 0048 608 599 999 und ☎ 0048 22 278 77 77 werden Anrufe auf Englisch, Deutsch und Russisch aufgenommen. Diese Notrufe können Touristen täglich zwischen 8 und 22 Uhr (außer an Feiertagen) in Krisensituationen nutzen, die mit Gesundheitsgefährdung, Dokumentenverlust oder Diebstählen verbunden sind. Vom 1. Oktober bis zum 30. Mai wird Hilfe zwischen 8 und 18 Uhr geleistet. Touristen können auch Unterstützung via Internet unter der E-Mail-Adresse: cc@pot.gov.pl oder über Skype — cc.poland.travel bekommen.

„Die Sicherheitsrufnummer ist ein Volltreffer. Manchmal wird sie sogar von unseren Polizisten genutzt. Nicht alle Polizisten kennen die Sprache so gut, um den ausländischen Touristen genau zu erklären, wie ein Problem gelöst wird. In solchen Situationen übergeben sie das Telefon an die Person der Infoline”, sagt Beata Olszewska aus der Polizeidirektion in Swinemünde.

Der Strand in Swinemünde wurde schon zum zehnten Mal hintereinander mit der Blauen Flagge ausgezeichnet — einem internationalen Umweltzeichen, das für Sauberkeit, Sicherheit, Wasserqualität und Umweltfreundlichkeit vergeben wird (die OZ berichtete).

Notrufe in vier Sprachen
Hilfe jeglicher Art kann in mehreren Sprachen angefordert werden:

• in polnischer Sprache über ☎ 0048 601-100-100;

• in Deutsch, Englisch und Russisch über ☎ 0048 608 599 999 und über ☎ 0048 22 278 77 77;



Radek Jagielski