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Usedom Neues Dienstzimmer der Bürgermeisterin kostet 11 000 Euro
Vorpommern Usedom Neues Dienstzimmer der Bürgermeisterin kostet 11 000 Euro
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17:47 27.08.2019
Laura Isabelle Marisken, neue Bürgermeisterin von Heringsdorf, wurde am Dienstag im Amt vereidigt. Quelle: Cornelia Meerkatz
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Heringsdorf

11 000 Euro für das neue Dienstzimmer von Heringsdorfs Bürgermeisterin Laura Isabelle Marisken (parteilos): Am vergangenen Donnerstag hatten die Gemeindevertreter über die Eilentscheidung des im Juli amtierenden Bürgermeisters, Bauamtsleiter Andreas Hartwig, abzustimmen, durch die überplanmäßige Mittel für den Umbau im Rathaus abgerufen wurden.

Laut Aussage des ehemaligen Heringsdorfer Bürgermeisters Lars Petersen (CDU) befand er sich zu diesem Zeitpunkt im Urlaub, sodass Hartwig die Geschäfte führte. Konkret ging es um 11 000 Euro, die am Ende für den Umbau des Büros im Erdgeschoss zum Dienstzimmer der Bürgermeisterin umgeschichtet wurden.

Die Ausgabe sorgte für Unmut bei Gemeindevertreter Lars Freymuth (Fraktion SPD/Kaiserbäder-Bündnis): „Die Mittel waren nicht unerheblich.“ Zudem bezweifelte er, ob der Zeitpunkt der Maßnahme günstig war. Und Arne Reyher, der ehemalige Gemeindevertreter, meinte: „Die Summe ist ganz schön viel für die Herrichtung eines Dienstzimmers.“ Bauamtsleiter Andreas Hartwig rechtfertigte unterdessen die Ausgabe mit den Worten: „Der Raum stand frei und bot sich für den Umbau an. Die Firmen standen nicht Schlange.“ Diese hätten nur ein kurzes Zeitfenster angeboten, weshalb schnell gehandelt werden musste. Grundlage dafür sei ein Beschluss des Hauptausschusses gewesen, der mit zwei Enthaltungen mehrheitlich getroffen worden sei. Zur Kritik an ihrer Person äußerte Laura Isabelle Marisken, dass sämtliche Entscheidungen zu den Umbauten noch vor ihrem Amtsantritt erfolgt waren. „Das war also nicht meine erste Amtshandlung“, betonte sie.

Laut Beschlussvorlage wurden die Gelder frei, da die Dachsanierung des Bauhofgebäudes in Ahlbeck günstiger geworden war als im Haushalt vorgesehen. Dort waren 150 000 Euro für die Sanierung eingestellt. Im neuen Büro der Bürgermeisterin fielen Fuß­bodenlege-, Elektroinstallations- sowie Trockenbau- und Malerarbeiten an. Die Raumakustik und die Beleuchtung des Raumes hätten nicht den entsprechenden Vorschriften entsprochen, weshalb gehandelt werden musste. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass damit ein angemessen repräsentatives Dienstzimmer der Bürgermeisterin geschaffen wurde.

Schließlich stimmten elf Gemeindevertreter für die Bestätigung der Eilentscheidung, vier stimmten dagegen, drei enthielten sich.

Anmerkung der Redaktion:In unserer ersten Online-Version dieses Beitrags war die Rede davon, dass der Umbau des Dienstzimmers der Bürgermeisterin 20000 Euro gekostet habe. Das war eine falsche Information unsererseits, da wir irrtümlicherweise die Angebotssummen der einzelnen Gewerke addiert hatten. Auch der Beschluss geht von möglichen Kosten bis zu dieser Höhe aus. Aber letztlich konnte die Ausführung der Arbeiten doch preiswerter gestaltet werden, sodass am Ende die Kosten bei 11 000 Euro lagen. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Von Dietmar Pühler

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