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Usedom Drucker verzichten weitgehend auf Chemie
Vorpommern Usedom Drucker verzichten weitgehend auf Chemie
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06:33 01.07.2015
Sebastian Ruge vor der Druckmaschine Rapida 75-5+L, dem Herzstück des Wolgaster Druckereibetriebes. Dank der neu eingeführten Technologie werden die belichteten, neuartigen Druckplatten nunmehr in der Druckmaschine selbst entwickelt.
Sebastian Ruge vor der Druckmaschine Rapida 75-5+L, dem Herzstück des Wolgaster Druckereibetriebes. Dank der neu eingeführten Technologie werden die belichteten, neuartigen Druckplatten nunmehr in der Druckmaschine selbst entwickelt.
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Wolgast-Mahlzow

Die Hoffmann Druck GmbH in Wolgast-Mahlzow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) hat den Fertigungsprozess für ihre Produkte weiter optimiert. Wie Geschäftsführer Sebastian Ruge mitteilt, wurde kürzlich die separate Entwicklungsstraße für die zuvor belichteten Druckplatten außer Betrieb genommen.

„Pfingsten sind wir zur prozesslosen Druckplattenherstellung übergegangen“, berichtet der 40-Jährige. „Wir verwenden seither neuartige Druckplatten, die entwickelt werden, sobald sie mit Wasser in Berührung kommen. Dies geschieht jetzt in der Druckmaschine selbst, wo ohnehin für den Druckvorgang Wasser zur Verdrängung der Druckfarbe benötigt wird.“

Dank der neuen Technologie kann laut Sebastian Ruge auf die Chemikalien für den Entwicklungsprozess nach herkömmlichen Muster verzichtet werden. Diese komplexen Lösungen hätten regelmäßig teuer eingekauft und auch entsorgt werden müssen. Zudem würden Wasser und Strom eingespart.

Die neuartigen Druckplatten seien zwar teurer als ihre Vorgänger, die Einsparungen glichen die Mehrkosten jedoch mehr als aus. „Hinzu kommt, dass der Druckprozess jetzt stabiler geworden ist, weil wir wieder einen Störfaktor ausgeschaltet haben“, erläutert der Buchdruckermeister.



Tom Schröter