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Usedom Für Mais und Rüben war es zu trocken
Vorpommern Usedom Für Mais und Rüben war es zu trocken
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15:59 12.08.2019
Die Staubwolke hinter dem Mähdrescher gilt als gutes Zeichen für den Trocknungszustand der Gerste, die hier von Norbert Räsch und Martin Labahn auf einem 21 Hektar großen Schlag in Krienke gedroschen wird. Quelle: Ingrid Nadler
Usedom

Die Landwirtschaft wird laut Weltklimarat in unmittelbaren Zusammenhang zum Klimawandel gebracht. Jörg Espig, Geschäftsführer der Usedomer Agrar GmbH, hält dagegen: „Wir leben bereits eine umweltfreundliche Landwirtschaft!“ Es gebe diesbezüglich eine Reihe EU-Vorschriften. Auch die Kritik an der Massentierhaltung greife hier nicht. „Seit der Wende ist der Rinderbestand in Mecklenburg-Vorpommern um die Hälfte zurückgegangen.“

Auf den Feldern der Usedomer Agrar GmbH wachsen neben den gängigen Getreidesorten auch Bohnen und Erbsen. Eiweißträger, die eine Einfuhr von Soja aus Übersee seit vier Jahren überflüssig machen. „Wir produzieren diese Kulturen ausschließlich für den Eigenbedarf“, sagt Jörg Espig. „Der Vorteil – sie brauchen keine Stickstoffdüngung.“ Die Usedomer beteiligen sich damit an einem Förderprogramm des Agrarministeriums, das den Anbau vielfältiger Kulturen unterstützen soll.

Ertrag bei Gerste unterdurchschnittlich

Zur Kräftigung des Bodens begrünen die Usedomer ihre Äcker nach dem Getreidedrusch mit Pflanzen, die im Winter abfrieren und vor der Wiederbestellung untergepflügt werden. Nicht zuletzt dient dies dem Erosionsschutz. Derzeit nutzen die Usedomer das trockene Wetter, um ihr Getreide möglichst verlustarm einzubringen. Die Mähdrescher ziehen ihre Runden nicht selten bis spät in den Abend. Jörg Espig zieht eine erste Bilanz: „Bei Gerste ist der Ertrag etwas unterdurchschnittlich, bei Weizen und Hafer rechnen wir mit einem normalen Ergebnis. Bedenklich ist der Ertrag bei Mais und Rüben. Hier wirkt sich doch der fehlende Regen aus. Bohnen und Erbsen sind noch nicht reif.“ 

In greifbare Nähe rückt der neue Rinderstall, für den die Usedomer bereits eine Fördermittelzusage haben. Tierwohlställe wie der auf dem Voßberg geplante Bau sind gerade ein Thema in den Medien. „Uns fehlt nur noch ein Stempel vom Kreisbauamt“, sagt der Geschäftsführer. Vorsichtig geschätzt rechnet er im Frühjahr mit dem Baubeginn. Der neue Stall soll hinter den Güllebecken entstehen. Der alte Schweinestall an der Straße wird abgerissen. Der Viehbestand der GmbH beläuft sich auf 700 Rinder, darunter 365 melkende Kühe. Die Milch wird vom Deutschen Milchkontor in Altentreptow abgeholt und zu Käse verarbeitet. „Wenn Sie das nächste Mal also Milram-Käse kaufen, können Sie darauf vertrauen, dass die Milch vom Voßberg kommt“, gibt Jörg Espig zum Besten.

„Wir sind nicht pleite!“

Und noch ein Problem will der Usedomer angesprochen wissen: „Es gibt wieder Leute, die unsere Gesellschafter mit Gerüchten verunsichern und behaupten, wir würden Anteile verkaufen beziehungsweise kurz vor der Pleite stehen. Beides entbehrt jeder Grundlage. Wir sind nicht pleite und wir verkaufen auch keine Anteile. Im Gegenteil: Wir sind auf einem guten Weg!“ Die Agrar GmbH ist mit 68 Gesellschaftern eng verwurzelt mit Usedom. Ihr Geschäftsführer ist seit der jüngsten Wahl auch als sachkundiger Einwohner Mitglied im städtischen Sozialausschuss.

Von Ingrid Nadler

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