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Usedom Eine Fischgräte wird zum Insel-Logo
Vorpommern Usedom Eine Fischgräte wird zum Insel-Logo
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06:51 19.09.2014
André Rau hat den Usedomfisch entwickelt. Das Logo ziert Aufkleber, Schlüsselbänder, T-Shirts und Pullover.
André Rau hat den Usedomfisch entwickelt. Das Logo ziert Aufkleber, Schlüsselbänder, T-Shirts und Pullover. Quelle: Hannes Ewert
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Karlshagen

Die Insel hat ein neues Symbol: Der Usedomfisch klebt nach seiner ersten Saison bereits auf zahlreichen Heckklappen und Fahrrädern. André Rau hat das Logo, das den Inselnamen in Form einer Fischgräte darstellt, entwickelt. Seit Anfang des Jahres verkauft er Aufkleber, T-Shirts, Kugelschreiber und Schlüsselbänder mit dem Motiv in 20 Geschäften auf der gesamten Insel.

Den Gedanken eines Logos für die Insel trug der gebürtige Leipziger bereits längere Zeit mit sich herum. „Aber eine zündende Idee hatte ich nicht.“ Bis er dann im vergangenen Jahr Urlaub auf der kanarischen Insel Fuerteventura machte. „Im Norden, in Cotillo, habe ich einen Autoaufkleber gesehen, der den Namen des Ortes als Fischgräte zeigte“, erinnert sich Rau.

Zurück in Deutschland machte sich Rau sofort ans Werk. „Zusammen mit meiner Schwester habe ich mich an die ersten Entwürfe gewagt“, erzählt der Verkäufer. Ein halbes Jahr tüftelten die Geschwister an dem Schriftzug.

Rau begann die Artikel in den Geschäften auf der Insel zu verteilen. „Ich habe rund 10 000 Aufkleber gedruckt“, erzählt der bald zweifache Vater. Die Druckmaschine steht in seinem Haus in Karlshagen. „Die Artikel werden alle in Handarbeit hergestellt“, sagt Rau. „Ich habe jeden Fisch mindestens einmal in der Hand.“

Um so stolzer ist Rau, wenn er seinen Usedomfisch auf Autos entdeckt. „Einer fährt sogar in Philadelphia in den USA umher, ein anderer in der Schweiz.“

Bei den Urlaubern ist die Fischgräte gefragt. „Besonders unsere jungen Kunden kaufen sich die Aufkleber“, sagt Gerlinde Groß von der Post in Zinnowitz, die selbst einen Fisch auf ihrem Auto kleben hat. „Die älteren Herrschaften wählen eher die klassische Inselform.“

Bei Nora Leppin im Strandshop in Koserow sind die bunten Aufkleber ein Renner. „Dafür, dass es das Motiv erst seit diesem Jahr gibt, laufen die Produkte sehr gut“, sagt die Shop-Mitarbeiterin. „Einige fragen gezielt nach dem Fisch.“

André Rau hofft, dass der Usedomfisch in der kommenden Saison richtig Auftrieb bekommt. Seine Hoffnung: In Zukunft von seinem zweiten Standbein leben zu können. Den Winter werde er nutzen, um ein eigenes Geschäft einzurichten in Heringsdorf – dem wohl passendsten Produktionsort für den Usedomfisch.



Vanessa Kopp

19.09.2014
19.09.2014