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Usedom Eine Zeitreise zurück ins Kaiserreich
Vorpommern Usedom Eine Zeitreise zurück ins Kaiserreich
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00:00 07.08.2017
Auch die Volkstanzgruppe „Dei Lieper Winkelschen Danzlüh“ mischte sich in Heringsdorf unter die Teilnehmer des Festumzugs. Quelle: Foto: Gert Nitzsche
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Heringsdorf

Die Kaisertage in Heringsdorf sind inzwischen zum größten Straßenfest der Region herangewachsen. Das postroyale Spektakel bietet mit vielen tollen Musikbeiträgen, Puppenspiel und einem insgesamt proppenvollen Festprogramm einen gehaltvollen Anziehungspunkt für tausende Schaulustige. In den Vortagen waren insbesondere die mit viel Liebe zum Detail aufgebauten, vielfältigen Kunstwerkerstände von den Gästen dicht umringt. Am Sonnabend stand dann der große Festumzug im Mittelpunkt des Geschehens. In historische Roben gehüllt, durchfuhren bzw. -schritten Kaiser, Hofstaat und etliche weitere Akteure das Gästespalier.

Auf dem Platz des Friedens, wo erstmals die Kaisertage stattfanden, posierten Claudia Paku mit Mutter Conny Tautz, alias Gräfin von Tesla, im Teslamat-Studio, einem nostalgischen Photokabinett.

Inhaberin Franziska Mehnert aus Radebeul, die ihre Kunden stilvoll eingekleidet und mit verschiedenen retro-futuristischen Apparaturen ausstattet, zählt zu den Stammgästen der Kaisertage. „Ich habe schon die Kaiserin begrüßt, eine sehr schöne Frau“, erklärte die zehnjährige Claudia Paku. Sie und ihre Mutter hatten die Werbung gelesen und sich schnell entschieden, beim Empfang des Kaiserpaares hautnah dabei zu sein.

Ein Stück weiter, unterhalb des Riesenrades, präsentierten sich Ursula Scholz, Martin Teichmann und Hildegard Teichmann. Zwei fesche Ladys dazu der junge Mann als feiner Lord: Das Trio kann sich sehen lassen. „Wir sind das vierte Mal hier und nehmen immer Urlaub, wenn die Kaisertage stattfinden. Wir haben uns auch schon mit dem hiesigen Kulturverein angefreundet“, berichtete Hildegard Teichmann. Und alle begrüßten das Kaiserpaar: „ Allet hört uff Wachtmeester Pickelhering!“

Währenddessen rückte das Finale der Ausgabe der pompösen Kleider, Gehröcke und Anzüge immer näher. Allerorten herrschten Spannung und helle Aufregung. Auch Mitglieder des Fördervereins Kleinkunst und viele Helfer waren unterwegs. „Wo ist denn nur mein Kleid?“, fragte Melissa Labahn (8) aus Neu Sallenthin; schnell wurde es ihr gereicht. Und auch Mutti Jana schlüpfte noch in eine wunderschöne Festrobe, so dass sich beide endlich auch ins Getümmel stürzen konnten.

Kürzlich hatten einige Heringsdorfer bei einem Besuch in der Landeshauptstadt Schwerin die Mitglieder des dortigen Schlossvereins getroffen. Eine Einladung zu den Heringsdorfer Festtagen wurde überbracht und der 280 Mitglieder umfassende Verein entsandte eine kleine Delegation gen Norden. „Unsere Frauen nähen viele Kostüme selbst“, verkündete deren Leiter Mathias Schott. Auch das Ende des Umzuges, das die Burschen Kuno und Robert als Pferdeäpfeleinsammler bildeten, soll nicht unerwähnt bleiben.

Mit musikalischen Höhepunkten, wie der Kaiserrevue, den besten Songs von „Elli & Peet“ und dem Auftritt von „,Pangea’ trifft auf ,Starfucker’“ klang der Tag aus. Und wer davon immer noch nicht genug hatte, konnte am Sonntag noch erleben, wie der Kaiser baden ging und mit ihm dann auch noch als Krönung ein Käffchen trinken. Ein Hoch dem Kaiser!

Gert Nitzsche

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