Heringsdorf - Eine große Baustelle für kleine Schüler – OZ - Ostsee-Zeitung
Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Eine große Baustelle für kleine Schüler
Vorpommern Usedom Eine große Baustelle für kleine Schüler
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 11.02.2015
Gerd-Uwe Wolfgram (l.) und Andreas Zastrow von der Firma Vineta-Bau arbeiten an der Bewehrung für das Fundament des Anbaus auf der Hofseite. Fotos (5): Henrik Nitzsche
Gerd-Uwe Wolfgram (l.) und Andreas Zastrow von der Firma Vineta-Bau arbeiten an der Bewehrung für das Fundament des Anbaus auf der Hofseite. Fotos (5): Henrik Nitzsche
Anzeige
Heringsdorf

In gut einem Jahr sollen wieder hunderte Kinderbeine durch die Flure des ehemaligen Heringsdorfer Gymnasiums wuseln. „Wir liegen im Zeitplan. Mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres 2015/16 soll hier die Grundschule mit Hort einziehen“, sagt Heringsdorfs Bauamtsleiter Andreas Hartwig. Etwa 285 Kinder sollen an den modernen Schulbänken Platz nehmen.

An Unterricht ist derzeit aber nicht zu denken. Kabel hängen in vielen Räumen von der Decke, Wände sind noch nicht verputzt und in den Sanitärräumen gibt es weder Waschbecken noch Toiletten.

„In Spitzenzeiten haben wir hier 30 Handwerker auf der Baustelle“, so Hartwig. Die Trockenbauer seien so gut wie fertig, bei den Elektroinstallateuren und Heizungsbauern ist bald Halbzeit. Sie sollen im Frühjahr fertig werden. Parallel dazu werden laut Hartwig in der Gemeinde die Ausschreibungen für Maler- und Fußbodenlegerarbeiten vorbereitet. „Immer peu á peu. Ich bin guter Dinge, dass wir den Eröffnungstermin im Winter 2016 einhalten werden“, sagt der Bauamtsleiter. Ursprünglich war der Einzug bereits zu Beginn des neuen Schuljahres in diesem Sommer vorgesehen. Doch mit den beiden Anbauten, die nur mit weiteren Fördermitteln finanziert werden konnten, verzögerte sich die Fertigstellung um ein halbes Jahr.

Aber nicht nur im Innern wird kräftig für den Umbau zur Grundschule gewerkelt. Das ehemalige Gymnasium, das 1952 als Maxim-Gorki-Oberschule eröffnet wurde, zeigt sich auch von außen bereits in einem neuen Farbton. Mintgrün ist die bestimmende Farbe. „Wenn die Fassade auf der Südseite gedämmt ist, wird auch dieser Abschnitt gestrichen“, kündigt Hartwig an.

Vorgesehen sind für die dreizügige Grundschule 19 Räume, für den Hort, der im untersten Geschoss des Nordflügels einziehen wird, fünf. Im Kellerbereich sind die Funktionsräume, der Speisesaal, die Essenausgabe sowie der Werkraum vorgesehen. Der ehemalige Kohlenkeller soll zu einem sogenannten Snoozelraum umgerüstet werden. „Wichtig ist mir der Raum für die volle Halbtagsschule, in dem wir unsere Schulbibliothek integrieren wollen“, sagt Grit Vehreschild, Leiterin der Heringsdorfer Grundschule. Sie ist mindestens einmal in der Woche auf der Baustelle und voller Vorfreude. „Endlich ist die Grundschule an einem Ort.“ Die Außenstelle in Bansin soll mit der Eröffnung leergezogen werden.

In den Baukosten von rund 6,1 Millionen Euro sind die Außenanlagen, rund 30 Parkplätze auf der Südseite für die Mitarbeiter, eine Kleinsportanlage neben der Turnhalle sowie eine Wendeschleife (bisheriger Parkplatz) für Busse enthalten.

Damit nicht genug: Die Volkssolidarität Greifswald-Ostvorpommern plant einen Anbau an die Heringsdorfer Grundschule. Die Einrichtung mit deutsch-polnischem Profil soll einen Hort (55 Plätze) sowie Krippe und Kita beinhalten. Für das Projekt hofft die Volkssolidarität auf Fördermittel.

Rund um die Schule

6,1 Millionen Euro investiert die Gemeinde Heringsdorf in die Umgestaltung des einstigen Gymnasiums zur Grundschule. 75 Prozent der Sanierungskosten werden gefördert, für die Neubauten gibt es Fördermittel in Höhe von 50 Prozent.
285 Schüler sollen ab Februar 2016 in der neuen Grundschule unterrichtet werden.



Henrik Nitzsche

Heringsdorf - Deportation in den Tod
11.02.2015
11.02.2015